Kanada - von Halifax um Nova Scotia & Neufundland

7 Wochen um Neufundland und Nova Scotia bis zu den Niagara Falls


Der Flughafen von Halifax ist eher klein, dort ange- kommen packte ich das Bike aus, baute es zusammen, hängte die Packtaschen an und fuhr auf eine einsame Straße in die entlosen Wälder. Am Dollar Lake Provincial Park fand ich einen Campingplatz im Wald, da die Moskitos über mich herfielen, beeilte ich mich mit dem Zelt aufbauen und dem Lagerfeuer machen, um so die Moskitos von mir fernzuhalten. Am Morgen war es sehr neblig, so daß ich die Regentropfen förmlich in der Luft stehen sah. Am nächsten Grocery Store deckte ich mich mit Verpflegung ein und fuhr bei Mosquodobeit Harbor an die Küste auf den Marine Drive.Gute Teerstraße, wenig
Autos, eine schöne Fahrt an der Küste entlang, durch Sheet Harbor, Salmon River Lake, Spanish Ship Bay, Guysborough (der Nebel hing dort an den Bergspitzen fest) in den Boylsten P.P.(Provincial Park). Den Abend verbrachte ich am See und am Lagerfeuer (wo ich Kartoffeln und Mais grillte), den Sonnen- untergang anschauend. Ein Bach plätscherte in der Nähe, einige Glühwürmchen flogen umher und es gab nur wenig Moskitos. Am Abend darauf hatte ich im Wycocomagh P.P. einen Campingplatz mit den gleichen Gegebenheiten.
Auf dem Weg dorthin fuhr ich durch Port Hastings, über einige Steigungen, und durch viele kleinere Orte, wie Oueensville, Kingsville, Melston und Glendale, wo ich keine Verpflegungsmöglichkeit fand. Mein Wasser ging langsam aus, darum fragte ich den Ersten der mir bege- gnete, ein Indianer auf einer Harley, mit einem langen grauen Zopf, wo ich Verpflegung bekommen könnte. Er brachte mich zu einem Farmers Market und so konnte ich meine Verpflegung auffüllen. Einen Weißkopfseeadler sah ich am Lake Ainslie, dort wechselte ich von der Ost- an die Westküste von Nova Scotia. In Cheticamp sah ich, bei eine Whale Watching Tour am späten Nachmittag eine Herde Pilotwale, einen Finwal, einen Hai, eine Bärin
mit ihrem Jungen, einige Robben, und einen farbenfrohen Sonnenuntergang (siehe foto oben). Der Cabot Trail in den Cape Brenton Highlands Nat.Park ist echt anstrengend zu Radeln. In Pleasent Bay machte ein Dudelsackspieler vor einem Hotel Musik. Etwas später bricht das Gestänge vom Frontroller durch und die Packtasche fliegt in die Böschung. Ich bauen einen Zelthering an die gebrochene Stelle mit Kabelbindern ein, und das hielt den Rest der Tour.
Auf demCampingplatz in Dingwall werden Austern ver- kauft, vor meinem Zelt jagen sich zwei Squirls und stehen, plötzlich völlig perplex direkt (10 cm) vor mir, still (einige lange Sekunden). Um dann ganz schnell auf den nächsten Baum zu flüchten. Am Morgen weckten mich einige Raben mit ihrem lauten gekrähe. Dann geht, es mit einigen biestigen Steigungen in die Smoky Mountains, zum Trans Canada Highway (TCH). Über die Brücke bei Bay St. Ana`s fahre ich nach North Sydney um mit der Fähre nach Neu- fundland zu fahrten. Dort angekommen fahre ich in den Cheesemann P.P. wo ich den Abend mit einem Lagerfeuer und einem blick aufs Meer mit schönem Sonnenuntergang verbringe. Nachts beginnt es zu regnen und es hört erst nach 24 Std wieder auf. Ich habe nach sechs Std Regen genug und verlasse den TCH bei St. George um bei
Henriettes Hospitility House meine Wäsche zu trocknen und ein trockene Nacht zu verbringen. In Corner Brook, der zweitgrößten Stadt Neufundlands, kann ich endlichmal wieder Einkaufen. Am Deer Lake Municipal Park (M.P.) vorbei, bei Gegenwind, einigen Steigungen und zeitweise ohne Seitenstreifen auf dem TCH fahre ich in den Gros Morne Nat. Park. Hier treffen mit Europa und Amerika zwei Kontinente aufeinander. An der Woody Point Ferry mußte ich den Ferryman erst anrufen, damit er vorbeikommt.
Und dann mußte ich ihm bei hohem Seegang, das be- packte Bike angeben. Als eine Welle das Schiff hob über- gab ich das Bike um dann gleichzeitig ins Boot zu springen. Ich hatte das Bike schon in den Fluten ver- schwinden gesehen. Am Norris Point fuhr ich auf den Virking Trail ( alte Wikinger Route) zum Western Brook Pound (ein Canyon geschaffen von Gletschern). Über St.Pauls, Solmon River fuhr ich zurück zum Deer Lake M.P.. Auf dem TCH (52 km ohne Seitenstreifen, zuviele Trucks, a real bad one) an Wäldern, Seen, Tümpeln und an vielen toten Tieren (Vögel, große Libellen, Stinktieren und viele Bienen) vorbei fuhr ich zum Notre Dame P.P.. Dort habe ich mir mein eigenes Feuerholz im Wald zugesägt und kleingehackt.
Auf dem Weg nach Twillinggate Island bestand die Land- schaft aus immer mehr Seen und Inseln. Ich fuhr in den Crow Head M.P. und suchte mir eine Campingplatz auf den Klippen. Dann machte ich eine Iceberg Watching Tour und ich hatte Glück, ich sah eine schönen großen Eisberg, der sich sogar auf den Kopf drehte. Über Gander, Arge, Fähre nach North Sydney, Fortress Louisborg, Turo ging es zurück nach Halifax. Dort übernachtete ich im College und schaute mir die Town Clock, Cidadel, St. Pauls Church und das Grabba Jabba Cafe an. Die Fahrt ging nun auf dem Lighthouse Trail nach Peggy`s Cove, Graves Is. P.P., Mahone Bay, Lunenburg, Risser Beach P.P., und nach Shelbourne. Dieser Ort war Kulisse für den Film "Der scharlachrote Buchstabe" und ist ganz aus Schindeln
gebaut. Von Yarmouth fuhr ich mit einer Katamaran Fähre (The Cat) nach Bar Harbor, in Maine USA (siehe Foto oben). Die Einreise in die USA war kein Problem und so fuhr ich in den Acadia Nat.Park. Fahrradfahrer zahlen keinen Eintritt in den Nat.Park. Zerklüftete Küste, einige schöne Aussichtspunkte und viele Steigungen erwarteten mich im Acadia Nat.Park.
Da auch wenig Verkehr war, machte es mir viel Spaß hier Fahrrad zu fahren. Das Reisen in den USA ist um einiges Teurer als in Kanada. Im Fort Knox Historical Park machte ich einen Rundgang (die Goldreserven bekam ich nicht zu sehen). Über zwei größere Orte, Augusta und Lewingston, am Sebajo Lake entlang, führte die Reise nach New Hampshire. Hier im Nordosten der USA leben viele Menschen, daß heißt, es gibt viel Verkehr auf den Straßen, mit einigen rücksichtslosen Autofahrern und darum macht mir das Radfahren nicht immer so viel Freude. Aber es gibt einiges zu sehen. In Plymouth sah ich die Livermore Falls. Im Frankonia Notche Nat.Park wanderte ich in eine enge Schlucht (The Flume), fuhr zum Basin und Lost River,
besuchte den Old Man of the Mountain (eine Felsformation die ein Profil eines Kopfes mit Hut hat) und schaute mir im Visitor Center einen 10 minütigen Film über die Entstehung von the Flume an.
Von North Woodstock am Cincinetti River entlang ging es über Hanover (Studentenstadt), Lebanon, Mascoma Lake zur Ruggles Mine. Dort darf man sich, gegen Gebühr, in einem Steinbruch und in Höhlen mit einem Hammer die verschiedensten Gesteinsarten losklopfen und mit nach Hause nehmen. An der White River Junction ging es nach Vermont. Erst in die Quinchee George, dann in Green Mountains zu den Texas Falls, Middelbourg, Vergennes und über eine große Stahlbrücke nach New York State. Lange Steigungen brachten mich an den Eagle Lake und an den Paradox Lake in die Andironduck Mountains. Wälder, Seen, in den Bergen, kaum Autos, gute Straßen und sogar wolkenfreier Himmel mit Sonnenschein, was
für eine schöne Tour vorbei an Old Forge und Nicks Lake nach Rome. Dann am Lake Ontario entlang, durch Rochester an Apfel- und Pfirsichplantagen vorbei, in den Lakeside Beach State Park. Beim Lager- feuer am Strand des Lake Ontarios sah ich am Abend einen schönen Sonnenuntergang. Am nächsten Tag fuhr ich an Farmland und vielen Obständen vorbei, durch ein Indianerreservat nach Niagara Falls.
Dort schaute ich mir die American Falls, Horeshoe Falls, Goat Island, The Turtle (native Indian Museum), und den Wirlpool mit der Seilbahn, an. Am nächsten Tag fuhr ich entlang des Niagara Recreation Trails nach Niagara-on- the-Lake. Von dort über den Stony Creek nach Oakville, immer an der Küste des Lake Ontarios, und durch einige Parks nach Toronto. Sightseeing in Toronto: CN-Tower, Eaton Center (mit einer 450 m langen Glaskuppel), Old & New City Hall, Queenswarf & den Hafen, Chinatown, Old Ontario Museum und das Shoe`s Museum, ein Spezial Museum mit vielen sehr alten und berühmten Schuhen. In Toronto sind die Acht höhsten Gebäude Kanadas zu sehen.
 
Der Flug zurück nach Frankfurt ging um 15 Uhr. The Ride is over.

zurück zur Reiseroute