Türkei,
der Osten
Ankara
- Kapadokya - Nemrut Dagi - Van Gölü - Elazig - Ankara |
| Um
8 Uhr Frühstücken, dann 20 km zum Bikeladen fahren, einen
Karton unter den Arm klemmen und weitere 5 km zum Flughafen von Hannover
radeln. Dort verpacke ich das MTB und fliege um 15 Uhr direkt in 3
Stunden nach Ankara. Dort ist es eine Stunde später, und nachdem
ich das Bike zusammen- gebaut, alles aufgeladen und Geld getauscht
habe wird es schon Dunkel. Ich lege den Karton unter eine Auffahrt
und fahre in Richtung Ankara. Am ersten Kreisel fahre ich links auf
einem schmalen Weg mit Wiesen und Feldern um dort mein Zelt aufzubauen. |
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Am
nächsten Morgen ist es um die 0 Grad (es ist Mai), und es fällt
etwas Schnee. Ich fahre über die Dörfer,bis zur Straße
die über Akyurt nach Kalecik führt. Diese hat einen Seitenstreifen
und einiges an Verkehr. In beiden Orten kaufe ich Verpflegung und
trinke heißen Tee um mich etwas aufzuwärmen. Hinter Kirikkale,
bei Keskin verlasse ich die Hauptstraße und fahre auf schmalen
Straßen, fast ohne Verkehr (Photo oben links), nach Hirfanlar.
Kurz vor dem Ort ist eine Tankstelle, von dort hatte ich eine schöne
Sicht über den Stausee. Ich fragte den Tankwart ob ich bei Ihm
mein Camp aufbauen darf und er lud mich zum Tee und campen ein.
Der neue Tag begann mit wolkenlosem Himmel und Sonnenschein. Meine
Tour führte über Schotter- pisten und teilweise asphaltierte
Wege, erst am Stausee und dann am Fluß Kizirlirmak entlang.
An dem Weg gibt es einige Frischwasserquellen und in Savcili konnte
ich einkaufen. Nach 120 km fand ich am Fluß einen Sandstrand
zum Zelten. Über Avanos fuhr ich bergauf in den Göreme Milli
Park. In einem Canyon sah ich dann Gesteinformationen wie auf dem
Photo oben rechts. |
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| Durch
Ürgüp und an Mustafapasa vorbei, immer weiter bergauf, komme
ich bei Basköy auf ca. 1500 Hm auf ein Plateau. Es gab einen
schönen Sonnenuntergang mit einer weiten Sicht (Photo oben links)
und es wurde eine kalte Nacht. Nachdem ich dann am kühlen Morgen
bergab ins Tal nach Yesilhisar ge- fahren war, stand ich vor einer
großen Salzfläche. Die Sonne schien, es war warm und die
Wolken hingen im fast 4000 Meter hohen Erciyes Dagi. Die Luft flimmerte
über der Straße durch diese Ebene, und nach 25 km stand
ich vor Sultan Sazligi, einem See mit vielen großen Bäume
und hunderten von Fröschen. In dieser Einöde entspringt
eine Quelle die diese Oase entstehen läst (Photo unten links). |
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In Develi bekam ich in einem kleinen Lebensmittelgeschäft zum
Tee auch ein frisch gebackenes Pidebrot und ein paar Kekse. Der Besitzer
wußte wohl was mich in den nächsten Tagen erwartet und
wollte mich stärken. Der Weg nach Göksun führte mich
über 4 Pässe bis in den Schnee auf fast 2000 Hm. |
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| Hinter
Göksun gibt es neben der Hauptstraße einen Weg über
Cardak nach Elbistan. Anders als auf meiner Türkeikarte verzeichnet
gibt es dort keinen See und der Weg trifft erst bei Kabsadag, 15 km
vor Elbistan auf die Hauptstraße. In dem Köy Köy Atlanti
(von Dorf zu Dorf Atlas), ist der Verlauf des Weges genau verzeichnet.
Dieser Atlas hat mir fast immer eine alternativ Route gezeigt wenn
ich z.b. wegen zu viel Verkehr nicht weiter auf der Hauptstraße
fahren wollte. |
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Nachdem ich hinter Elbistan eine längere Steigung hinter mich
gebracht hatte gibt es den ersten Regen- schauer, den ich unter einem
kleinem Regenschirm (hatte ich zum ersten mal dabei und kann ich nur
empfehlen) abwarte. Bis nach Darica geht es viel bergab. Dort angekommen
gab es ein Gewitter, das vom Nachmittag an bis in den späten
Abend dauerte. Ich fand einen Unterstand bei Mehmet, in seinem kleinen
Lebensmittelmarkt. Als ich Mehmet fragte ob es im Ort eine Schlafmöglichkeit
gibt, öffnet er eine Tür neben seinem Markt, und zeigt mir
den Gebetsraum in dem ich schlafen darf. Ich bekomme neben Kaffee,
zu aufwärmen, ein Abendessen und einen Abend neben dem Ofen mit
der Familie. Die Gast- freundschaft die ich im Ostteil der Türkei
erlebe ist groß. |

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| Es
geht über einen 1800 Hm Pass nach Akcadag. Dort kaufe ich Lebensmittel
und fahre dann auf einer schmalen Nebenstraße über Ören,
Dogansehir und Sürgü (einfaches Hotel, 25 TL) nach Adiyaman.
Von Kätha fahre ich in den Nemrut Dagi Milli Park und sehe den
Karakus Tümülüsu (ein Adler auf einer Säule).
Dort empfängt mich am Abend das nächste Gewitter. An einer
Tankstelle stelle ich mich unter. Der Tankwart teilt sein Abendessen
mit mir und ich kann dort Zelten. Am Tag darauf fahre ich zur Karadut
Pension (25TL inkl. Frühstück), lege mein Gepäck unter
die Treppe, und mache mich an den 15 Km langen und steilen Anstieg
zum Gipfel. Der wird mit, einem Hagelschauer nach 10 Km und mehreren
Km die eine Steigung mit mehr als 11% haben, echt anstrengend. Auf
der Hälfte der Strecke musste ich 7 TL Eintritt bezahlen. Bis
dahin gibt es Quellen und Hotels um Wasser zu bekommen, danach bis
zum Gipfel nicht mehr. |
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| Oben
angekommen erwartete mich ein Fußweg um die letzten 250 Hm zu
den Thrones and Heads zu überwinden. Dann stand ich vor Apollo,
Zeus, Horus und anderen. Dieser Platz sollte ein Wallfahrtsort für
alle Religionen und ein Ort des Friedens werden. Die Grabkammer des
Königs wird unter der aufge- schütteten Pyramide vermutet.
Eine tolle Aussicht auf den Attatürk Stausee und die umliegenden
Berge bietet sich von hier Oben. |
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| Auf
der Terrasse der Karadut Pension verbrachte ich den Abend mit Tee
und Blick auf den Gipfel. Am Morgen gab es ein reichhaltiges Frühstück.
Auf dem Weg nach Siverek fuhr ich mit eine Fähre (kostenlos für
Radfahrer) über einen Seitenarm des Attatürk Stausees. In
Siverek bekomme ich frisch zubereitetes Lamacum und Nescafe zum Mittagessen.
Danach geht es mit wenig Verkehr zurück in die Berge. Viele Militärposten
und Baustellen sehe ich in den nächsten Tagen auf dem Weg über
Cermik, Ergani, Hani und Lice. In Kulp werde ich zum Essen (Fladenbrot,
Reis, Suppe, Zwiebeln, Bohnensalat, Tee) in ein Büro von einem
GPS-Vermessungsunternehmen eingeladen. Ich werde auch häufig
auf der Straße ange- sprochen und auch mal mit Obst oder Keksen
beschenkt. |
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| Hinter
Kulp fahre ich am Silvan Fluß immer weiter Bergauf durch einen
Canyon. Es gibt keinen Verkehr, Wasserfälle und schöne Aussichten.
Es wird eine anstrengende und schöne Tour in die schneebe- deckten
Berge. Nach langem Aufstieg finde ich am Abend einen Platz kurz vor
dem Gipfel. Erst auf der Passhöhe am folgenden Morgen fand ich
die erste Wasserquelle. Nach Mus geht es durch einige kleine Dörfer
und meist bergab. |

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Zwischen
Mus und Tatvan hat die Straße zum Glück einen Seitenstreifen,
denn es gibt viel Verkehr. An diesen Tag erwarteten mich einige
unfreundliche und wenig gastfreundschaftliche Begegnungen. Nicht
nur das ich heftigen Gegenwind und so einen AVS von 12 Km/h hatte,
um die Mittagszeit an der be- fahrenen Straße, in der Nähe
von Güskin versuchten 4 Jugendliche, mich auszurauben. In Göroymak
wollten Kinder mir mein Gepäck stehlen, und auch am Van Gölü
in Kiryakkölü und in Serinkum wurde ich angegangen. Auch
meine erste agressive Begegnung mit einem Hund fand am Van Gölü
statt. Ich
habe all das ohne körperlichen Schaden oder finanziellen Verlust
überstanden, aber das Vertrauen in die Menschen war erst mal
dahin, so etwas prägt einen. |
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| Kurz
vor Ahlat habe ich nahe des Van Gölü auf einer Anhöhe
gezeltet. Am nächsten Morgen war ich um 6 Uhr in Ahlat auf dem
alten Friedhof mit seinen großen verzierten Grabsteinen. Es
folgte eine schöne Tour entlang des Van Gölü. Kurz
vor Ercis machte ich eine Pause, um das Zelt zu trocknen, zu schreiben
und etwas zu Essen. Ich überlegte nach den Erlebnissen am Vortag
meine Tour zu ändern. Ich wollte dieses Gebiet nahe der iranischen
Grenze schnell verlassen und über Patnos nach Erzurum fahren.
Ich würde dann aber nicht den Sultanspalast und den Ararat sehen.
Während ich meinen Überlegungen nachhin, stoppe ein Campingbus,
ein Mann fragte ob ich deutsch spreche, stellte sich als Kurt vor
und lud mich zum Spaghettiessen ein. Es stellte sich heraus das Kurt
zum Ararat fahren wollte und mir anbot mich mitzunehmen. Und so verbrachten
wir denTag zusammen und schauten uns den Sultanspalast und den Ararat
an. |
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| Da
es fast den ganzen nächsten Tag regnete brachte Kurt mich über
Agri nach Tutak. Nach einer Nacht unter einer Kamera, an einer Tankstelle,
gegenüber der Polizeistation und einem Frühstück mit
Brot, Marmelade und Honig verabschiedeten wir uns. Kurt wollte nach
Georgien und ich fuhr am Murat Nehri nach Osten in die Berge. Die
Strecke über Esmer, Karacak und Cakmaközü ist fast
ohne Verkehr und führt immer höher in die Berge, bis auf
den Köycegiz Gecidi mit 2301 Hm. |
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| Erst
in Karayazi gibt es die Möglichkeit Verpflegung zu kaufen. Es
nieselt etwas, und es ist kühl auf über 2000 Hm. Ich fahre
bis kurz vor Cevirme, dort zelte ich am Fluß. Nachts regnet
es lange, und am Morgen stoppt ein Autofahrer und erzählt das
die Teerstraße hinter Tekman aufhört und das der vielen
Regen letzten Nacht den Weg in eine Schlammpiste verwandelt hat, was
ich an seinem Auto sehen konnte. Ich entschied zurück zur Hauptstraße
zu fahren und über Hinis und Varto in Richtung Mus meine Route
zu verändern. Als ich den Anstieg hinter Hinis erklommen hatte,
hatte die Sonne den Teerbelag über einige Km so aufgeweicht,
das die Mäntel mit Steinen und Teer verklebten und immer größer
wurden. Mit einem Stock beseitigte ich den Schmadder mehrmals . |
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| Ich
schaffte es bis 15 Km vor Mus, dann wurde es zu dunkel und es war
zuviel Verkehr. Ich fragte einen jungen Mann (Üveys), bei einen
Geschäft für Malerzubehör, ob ich dort im Garten mein
Zelt aufbauen dürfte. Doch er führte mich ins Haus, in ein
Gästezimmer und meinte ich könne dort schlafen und ich hätte
doch bestimmt Hunger, er würde jetzt etwas für uns kochen.
So verbrachten wir den Abend mit Essen, Musik vorspielen und TV schauen.
Die Straße nach Bingöl und Elazig hat einen Seitenstreifen
und um die Städte auch viel Verkehr. Die Fahrt geht über
1650, 1560 Hm Pässe und an einem Stausee entlang. |
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| Als
ich durch Elazig durchgefahren bin und auf die Straße nach Keban
abbiege ist es mit dem Verkehr vorbei. Nach Keban fahre ich durch
einen schönen Canyon bergab. An der Tankstelle vor dem Ort werde
ich zu Tee und Köfte eingeladen. Ich muß meine Route auf
einer Türkeikarte zeigen und als es sich bewölkt, zeigt
mir der Besitzer einen Tankwagen mit einer Schlafkabine, wo ich die
Nacht verbringen werde. Hinter Keban fahre ich über den Euphrat,
und dann eine lange steile Steigung bis zum Abzweig nach Malatya.
Ein schöner einsamer Abschnitt bis zum Abzweig nach Hekimhan.
Ab dort kein Seiten- streifen und mehr Verkehr. Der Mantel am Hinterrad
ist stark abgefahren, also tausche ich ihn ans Vorderrad. In Hekimhan
läd mich ein Ladenbesitzer zum Nescafe und getrockneten Aprikosen
ein, weil er mal wieder Deutsch sprechen möchte. Kurz vor Kangal
sehe ich an einer Tankstelle ein schattiges Plätzchen (ein Rondel)
für meinen Mittagsschlaf. Auf dem Weg nach Gürün bin
ich dann wieder von schneebedeckten Bergen umgeben und in dieser Höhe
sehe ich Störche nisten. |
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| Von
Gürün über Pinarbasi bis Tomarza fahre ich über
zwei 1800 Hm Pässe und bin die ganze Zeit auf einem Hochplateau.
Wenig bis gar kein Verkehr, immer wieder kurze knackige (10-12%) Anstiege
und es gibt nur in den erwähnten Orten Verpflegung zu kaufen.
15 km vor Develi baue ich auf einem Feld mein Zelt mit Blick auf den
Ericyes Dagi (Photo oben links) auf. Von Develi fahre ich wieder am
Sultan Sazligi vorbei und durch die Salzebene bis nach Dörtyol.
Ab da geht es langsam steiler werdend Bergauf nach Akköy. Unterwegs
hatte ich eine klasse Aussicht auf die Ebene und den Dagi. Bergab
nach Ürgüp, dort kaufe ich beim Bäcker ein und fahre
auf viel befahrener Straße bergauf nach Uchisar. |
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| Am
Ortseingang, bei der Persion La Maison du Reve, bekomme ich für
24 Euro ein Zimmer mit Frühstück und all meine Klamotten
werde gewaschen. Uchisar ist ein kleiner mit Läden, Internetcafe,
Restaurants, Hotels und einem Castle. Am nächsten Tag machte
ich Tour abseits der asphaltierten Straße um Göreme, bis
Zelve. |
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| Die
Photos oben zeigen eine Höhlenkirche (Cavusin Kilisesi) die zum
Weltkulturerbe der Unesco gehört. |
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Das Photo oben links ist nahe bei Zelve aufgenommen und auf dem rechts
ist Uchisar mit dem Caste im Steinbogen zu sehen. |
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Ich verließ Kapadokya nach Norden über Avanos und fuhr
bergauf mit wenig Verkehr bis Kabala. Dort war die Straße wegen
einer Baustelle sehr schmal und staubig. In Toprakli konnte ich Verpflegung
kaufen. Es bewölkte sich und ich bekam Gegenwind als ich über
eine Ebene nach Kozakli fuhr. Auf dem Weg nach Sefaatli fing es an
zu Nieseln und ich schaffte es noch bis in den Ort an eine Tankstelle
um mich unterzustellen. |
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| Ich
wurde vom Patron der Tankstelle zur Begrüßung zum Nescafe
eingeladen. Im verlaufe des Ge- sprächs regnete es immer mehr
und die Dämmerung brach herein. Der Patron bietet mir die Mescit
(Photo oben rechts) zum Übernachten an. Am Morgen bekomme ich
Tee, frisches Brot, Oliven und Käse. |
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Die Straße nach Yozgat ist eine Baustelle und durch den Regen
eine Matschpiste. Es regnet heute drei mal, jeweils ca. 45 Minuten.
Einmal erwische ich ein Bushäuschen zum unterstellen und zweimal
tut der Regenschirn gute Dienste. Danach scheint die Sonne bis ich
Yazilikaya (Photo oben rechts) erreiche. Da ich die Regenschauer auf
mich zukommen sehen bleibe ich im Kale Hotel (30 TL ink.Frühstück)
mit Blick auf Bogozkale und Hattusas (Unesco Weltkulturerbe). |
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| Nach
einer ruhigen Nacht (ich war der einzige Gast) fahre ich früh
nach Hattusas, zu früh, denn das Eingangstor ist noch verschlossen.
Ich beobachte wie die Einwohner Bogozkales erwachen, das Vieh auf
die Dorfwiese treiben und Holz sammeln. Die Polizei bringt den Wächter
Hattusas um 8 Uhr 30, ich bezahle 5 TL Eintritt, lassen mein Gepäck
beim Wächter und mache mich an den steilen Aufstieg zur Oberstadt.
Das Photo oben links zeigt das Löwentor und das rechts den Blick
von der Oberstadt auf die Unterstadt. |
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| Nach
der Besichtigung Hattusas fahre ich nach Bgozkale zum Einkaufen und
Eis essen. Heute ist es bei strahlend blauem Himmel schön warm.
Ich fuhr weiter auf Straßen mit wenig Verkehr, es ging auf und
ab, über Salmanköy nach Hüyük. Dort gibt es die
Sphinxen (Photo oben links) und Gräber aus der Bronze- zeit bei
Alacahüyük zu sehen (4 TL Eintritt). Als ich dann die Straße
nach Corum erreichte, ging es 15 Km mit Rückenwind bergab. Der
Verkehr nimmt stetig zu und es macht nicht wirklich Spaß hier
zu Radeln. Ich finde den Abzweig nach Osmancik, doch die Straße
ist schlecht asphaltiert, sehr schmal und hat viel Verkehr. Hier macht
es noch weniger Spaß zu radeln, aber auch der Köy Köy
Atlanti zeigt mir diesmal keinen alternativ Weg. Der Straße
führt in die Berge und die Landschaft wird echt schön. Durch
schmale Täler mit Wäldern geht es in einer steilen Abfahrt
an weißen Mohnfeldern vorbei, in Lacin kaufe ich Ver- pflegung
und als ich dem Fluß Kizilimak nahe komme ist alles voller Reisfelder. |
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In Osmancik gibt es am Fluß (am Ortsende links am Fluss fahren)
einen großen Park und viele Cafe`s. Entlang des Kizilimak sind
bis zur Kreuzung nach Boyabat nur Reisfelder. Ab Kargi gibt es eine
breite neue Straße die steil Bergauf in die berge führt.
Nach 10 Km wird diese zu einem Schotterweg der weiter in die berge
führt. Auf meiner Karte ist diese neue Straße nicht verzeichnet.
Ich hatte mich auf eine Tour entlang des Flusses gefreut, stattdessen
fuhr ich auf einer matschigen steilen Schotterpiste mit vielen Baustellen
und LKW Verkehr durch die Berge. Nahe Saraydüzü bekam ich
wieder Asphalt unter die Räder und in Boyabat konnte ich Einkaufen.
Bis Duragan ging es viel Bergab und es war wenig Verkehr. Im Ort gibt
es keine Unterkünfte. Es wurde langsam Dunkel als ich am Ortsausgang
bei einer Tankstelle fragte ob ich hier mein Zelt aufbauen dürfte.
Der Patron lud mich zum Tee in das Eßzimmer mit Küche ein.
Nachdem wir uns beim Tee unterhalten hatten meinte er, ich könne
auch hier mein Schlafsack aus- rollen und Übernachten. Nachdem
ich am Morgen frisches warmes Brot aus der Bäckerei in Duragan
geholt hatte machte ich mir einige Nescafe und aß ein Brot mit
Aprikosenmarmelade. Danach fuhr ich am Altinkaya Stausee (Photos oben)
entlang, dann ging es erst 10 Km mit 10% Bergauf und dann wurd es
die nächsten 7Km bei 6-7% etwas flacher. Das war ein anstrengender
Aufstieg zum Dütmen Pass, der hat 1440 Hm und nachdem ich ihn
passiert hatte, ging es weiter bergauf. |
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| Es
folgte eine steile Abfahrt nach Alacam. Dort konnte ich kaltes zu
Trinken und warmes zu Essen kaufen. Danach fuhr ich auf der schmalen
Küstenstraße. Bei Yakakent gibt eine Pension, Strand und
10 km ausgebauter Straße. Danach wird die Straße wieder
schmaler und geht vom Schwarzen Meer weg in die Berge. Erst kurz vor
Gerze ist das Meer wieder zu sehen. Ich baue mein Zelt nahe Gerze
mit Blick aufs Meer auf. Ein schöner Sonnenaufgang (Photo oben
links) scheint mir am nächsten Morgen direkt ins Zelt. Eigentlich
wollte ich mir noch Sinop anschauen, aber ich habe von der schmalen
Küstenstraße und dem vielen Autos genug und fahre bei Kabalik
zurück in die Berge. |
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Auf einer neuen Straße mit einem Seitenstreifen fahre ich durch
2 Tunnel, der erste ist 250 Meter lang und einfach zu durchqueren.
An dieser Strecke gibt es einige Quellen, aber keine Möglichkeit
Verpflegung zu kaufen. Der 2 Tunnel ist etwas über 2 km lang
und er geht steil bergauf. Im Tunnel gibt es alle 300 Meter große
Ventilatoren. Die sind so laut, das ich die LKW`s im Tunnel erst höre
wenn diese mich überholen. Ich fühle mich sicherer wenn
ich den Tunnel nicht auf der Straße, sondern auf einer ca. 50cm
hohen und 30cm breiten Bordsteinkante durchfahre. Dabei muß
ich zwar immer wieder Metallbügeln ausweichen die aus den Stein
ragen, aber ich bin weiter weg von den LKW`s. Nach dem Tunnel geht
es steil bergab, bis ich bei Tekke nach rechts abbiege. Am Gök
Irmak sind viele Reisfelder und es gibt einige Ziegeleien. Ich fahre
auf einer Straße mit Seitenstreifen durch die Berge, an einer
Brücke, 10km vor Hanönü, wird die Straße schmaler.
In Hanönü kaufe ich ein und esse ein Käsepide. Einige
Km später wird mein Vorder- reifen Platt, ich fahre auf einen
Feldweg zwischen den Feldern, suche mir ein Camp (Photo oben links)
und flicke den Schlauch. Ursache für eine Platten war zu zweitenmal
ein Stück Draht. |
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| Am
nächsten Tag ist 25 km viel Verkehr auf schmaler Straße
bis Tasköprü. Dort verlasse ich die Haupt- straße
und fahre in die Pinienwälder. Es wird ein schöner Tag,
keine Autos, klasse Landschaft und viel Anstiege über hunderte
Höhenmeter und ebensolche Abfahrten. Es folgt ein längere
Anstieg auf den 1640 Pass von Tosya. Danach eine sehr lange Abfahrt
nach Tosya, und dann zeigt ein Schild das die nächsten 20 Km
eine Steigung von 10% haben. Es wird eine anstrengende, aber sehr
schöne Tour durch die Berge bis Iskilip. Zwei riesige künstliche
Wasserfälle im Ort sorgen für Abkühlung. Danach sieht
die Landschaft bis nach Kalecik ein wenig wie die Badlands in South
Dakota aus. In Kalecik gibt es ein Hotel, das war vor vielen Jahren
bestimmt auch ein gutes Hotel, aber Heute hat es die Qualität
einer billigen teuren Absteige. Ich fahre aus dem Ort heraus zu einer
Tankstelle, dort werde ich zu türkischem Nescafe (mit Haselnussgeschack)
eingeladen. Es ziehen dunkle Regenwolken auf, es beginnt stark zu
regnen, ich werde zum Essen eingeladen (Photo oben links) und darf
im Restaurantneubau zelten. Es regnet die ganze Nacht, und ich bleibe
trocken. Am nächsten Tag fahre ich nach Ankara zum Flughafen
und mein Fahrrad wird ohne Karton (der Karton lag nicht mehr unter
der Auffahrt) mitgenommen. |
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Tourdaten:
35 Tage
- 3955 Km,
3 Platten,
Mäntel nach 3 Wochen getauscht,
Felge
hinter gerissen, Gepäckträger gebrochen
6x Pension,
6x türk.Gastfreundschaft,
23 Camps,
1x deut.Gastfreundschaft (Kurt),
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Die
Menschen sind mir sehr gastfreundschaftlich begegnet.
In der Türkei gibt es Landschaftlich viel zu sehen. Von Sandstränden
über Flußlandschafen mit Reis- felder, Salzwüsten,
Stauseen, Halbwüsten, Hochebenen, Pinienwälder, Gebirgs-
und Agrarlandschaften, bis zu schneebedeckten Bergen.
Ich fand es schön Anstrengend hier zu radeln.
Diese Tour
duch Anatolien hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Wer eine Tour durch die Türkei plant und Kartenmaterial
sucht: den Köy Köy Atlansi würde ich verkaufen.
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