1
Monat USA, 1 Monat Baja California
Von Phoenix
nach La Paz |
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Über
Hamburg, Amsterdam und Detroit ging die Reise nach Phoenix, dort
angekommen wartete ich vergebens auf mein Gepäck. Nachdem ich
eine Fehlmeldung aufgegeben hatte und dort erklärte das ich
mein Bike zusammenbauen und losfahren wollte, und deshalb kein Hotel
gebucht hatte bekam ich Hotel- und Verpflegungsgutscheine plus 100
Dollar, weil ich nur mein Handgepäck hatte.So verbrachte ich
zwei Tage mit sightseeing in Phoenix, bevor ich mich auf den Weg
machte. Bei Sonnenschein, ca. 25 Grad, fuhr ich über Tempe,
Mesa, Tortilla Fat auf den Apache Trail am Salt River entlang.
Der
Weg führt ständig bergauf vorbei am Canyon und Apache
Lake zum Rooseveld Damm und Lake, und von dort an Tonto Creek entlang
über Payson, Pine und Happy Jack zum Mormon Lake. Bis jetzt
war es immer so um die 25-30 Grad warm, aber in der Nacht auf dem
Mormon Lake Campground gefror das Wasser in meiner Flasche, und
so machte ich am Morgen ein Lagerfeuer, damit ich etwas zu trinken
hatte.
Weiter
bergauf durch Flagstaff, vorbei am Sunset Crater State Park fuhr
ich zum Wupatki Nat. Monument. Dort zeigte mir ein Ranger ein wilderness
Camp, und es folgte eine weitere eiskalte Nacht. Am nächsten
Tag, durch das Navajo Indian Reservat, auf dem Weg nach Page, auf
über 6000 Feet, hatte ich einen kalten Gegenwind und ich sah
bei The Gap, die Echo Cliffs, die ausschauen wie ein Dinosaurierrücken.
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Von Page aus machte ich Touren zum Antelope Canyon,zum
Horseshoe Bent (eine schleife des Colorado River), zum Glen Canyon
Damm, zur Marina vom Lake Powell und besuchte das Powell Museum.
Am folgenden Tag flog ich mit einer kleinen Cessna von Page über
das Colorado Plateau, das Monument Valley, die Rainbow Bridge und
den Lake Powell. Diesen Flug werde ich immer in Erinnerung behalten,
den die Landschaft ist aus der Vogelperspektive wirklich beeindruckend.
Die
Wetteraussichten für die nächsten Tage (5-8 Grad, Regen
und Schnee), fand ich nicht sooo beein- druckend. |
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Auf dem Weg nach Kanab, vorbei am Pipe Springs Nat. Monument, in der
Kaibab Indian Reservation, entlang der Vermillion Cliffs, hatte ich
wieder kalten Gegenwind. Nach einer Tour zu den Coral Pink Sanddunes,
fuhr ich nach Hurricane. Von dort fuhr ich am Virgin River entlang
in den Zion Nat. Park. An den hohen Steilwänden entlang fuhr
ich bis zu den Cracks am ende des Canyons. Ich hatte Glück, denn
heute schien die Sonne den ganzen Tag und es war um die 25 Grad warm.
Von Hurricane aus ging die Reise weiter über St.George in den
Snow Canyon, der einige |
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100 Höhenmeter tiefer liegt. In Ivins konnte
ich Verpflegung kaufen und mir die Trails im Canyon
an- schauen. Nachdem ich mir Jenny`s Canyon, die Lava Caves und den
Petrified Dunes Trail angeschaut hatte, baute ich mein Zelt auf und
kochte mir über einem Lagerfeuer Nudeln mit Käse. Beim Sonnen-
untergang leuchteten die Canyonwände in vielen verschiedenen
Rottönen. Die letzten beiden Tage war es schön sonnig und
warm. |
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Als
ich am nächsten Tag bergauf in Richtung Central fuhr, war es
wie in den folgenden Tagen bewölkt und es wurde immer kälter.
Nach Enterprise und Modena (wo ich das erste mal an Schneefeldern
vorbeifuhr) fuhr ich nach Nevada. Da die Wettervorhersagen mehr Schnee
und noch kältere Temperaturen ankündigten, entschied ich
mich nicht weiter nach Norden zu fahren und hinter Panaca fuhr ich
in südliche Richtung nach Caliente und dann weiter nach Alamo.
Ich bin hier nahe der Area 51, und es fliegen einige Stealth Bomber
über dieses Gebiet. In den zwei Wochen die ich nun unterwegs
war, hatte ich auf der gesamten Strecke kaum Verkehr, bis auf das
Teilstück vom Tortilla Flat zum Roosevelt Lake und ein paar kurze
Trails war alles gut asphaltierte Straße. |
| Die
Landschaft, Berge und Seen finde ich wirklich schön. Ich sah
viele Tiere wie Kojoten, Füchse, Squirls, Stinktiere und einige
Pronghorn Antelopen. Auf den Campingplätzen waren außer
mir nur noch ein paar Dauercamper in Caravans, viele der Plätze
waren nun im November auch schon geschlossen. Die Motels kosteten
außerhalb der Reisezeit zwischen 20-25 Dollar. Viele der Amerikaner
in den kleineren Orten grüßten mich und waren sehr Freudlich
zu mir. |
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Einmal bekam ich aus einem Auto heraus ein Eis gereicht, mehrmals
wurde ich auf Campingplätzen zum Kaffee & Kuchen eingeladen.Auf
dem Weg von Alamo zum Valley of Fire fuhr ich meistens bergab und
es wurde wieder merklich wärmer. Die Sonne schien die nächste
Woche fast ununterbrochen. Nachdem ich 2 km auf der Interstate 15
gefahren war, konnte ich zum Lake Mead abbiegen und über Longdale
und Overton Beach ins Valley
of Fire fahren. |
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Dort
wurde ich bei meiner Ankunft am Campingplatz vom Campwart sofort zum
Coffee and Cake eingeladen. Ich blieb zwei Tage und sah Gesteinsformationen
wie Elefant Rock (Foto links), Rainbow Vista; die Seven Sisters (
Foto unten links) und den schönen Sternenhimmel. Nachts flogen
Fledermäuse um das Camp und ein Fuchs jagte Springmäuse
zwischen den Felsen. Zum Frühstück waren einige kleinen
Vögeln und ein paar Squirls an meinen Brot- krümmeln interessiert
und kamen mutig ganz nah. Auf dem Weg nach Las Vegas nahm der Verkehr
stark zu. Ich nahm mir einen Tag für den Strip, um einige Hotels
und Casinos zu besuchen, dort verbrachte den Tag mit Black
Jack und Roulette
spielen. Dann fuhr ich auf den Highway |
| 160
ohne Seitenstreifen, bei viel Verkehr, von 616 HM (Las Vegas) über
den Mountain Springs Pass mit 1674 HM. In Pahrump bemerkte ich das
die Felge des Hinterrades einen Risshatte und der Mantel schon fast
durchgescheuert war. Glücklicherweise gibt es dort einen Bikeshop
und ich konnte ein neues Hinter- rad kaufen. Als ich den Highway 160
in Richtung Shoshone verlies, war ich wieder fast allein auf der |
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Straße.
Ich fuhr in den Death Valley National Park und baute mein Zelt am
Furnace Creek Campground auf. Von dort machte ich Touren zum Dantes
View (grandioser Blick über das Valley), Bad Water (tiefste Punkt
in den USA), Devils Golf Course (siehe Foto unten links) und drehte
eine Runde entlang der Artists Palette (verschied- ene Mineralien
die in vielen Farben schimmern). Abends waren immer noch 20 Grad und
ich lag, unter einem sternenklaren Himmel, im Pool (schon pervers,
vor ca. 100 Jahren sind hier die Siedler, die dem Death Valley seinen
Namen gaben und versuchten weiter nach Westen vorzu- dringen, auf
den Mule Trail verdurstet). |
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Am folgenden
Tag zogen auf beiden seiten des Tales Wolken auf und es fing in den
Bergen an zu regnen. Ich schaffe es gerade noch bis nach Stovepipe
Wells,bevor es anfängt zu stürmen und dann regnet es im
Death Valley. Dort wo es im Jahresmittel einen Niederschlag von 0
mm hat, fällt in den nächsten zwei Tagen so viel Regen,
so das die Wüe
wie ein Meer aussieht. |
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Es kam sogar noch besser, als ich das Death Valley über
den Towne Pass (von 0 auf 1511 HM, auf 29 km in knapp 3 Std) und Pinamint
Springs verlies, und auf das Darwin Plateau fuhr, fing es an zu Stürmen
und dann fiel richtig viel Schnee (siehe Foto unten). Am nächsten
Morgen fuhr ich einige Kilometer durch ca. 10 cm tiefen Schnee zurück
bergab ins schneefreie Panamint Valley. Ich hatte Sonnenschein und
kaum Verkehr auf dem Weg nach Ridgecrest und fuhr vorbei an Salzabbaugebieten
und Ghosttowns. |
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Da es den ganzen nächsten Tag regnete, verbrachte ich diesen
mit Klamotten waschen, Bike warten ( das neue Hinterrad hat eine 8
) und auf dem Bett liegen, TV und Pizza essen. Auf dem Highway 395
wurde der Verkehr dichter,in den Red Mountains gibt es große
Solarzellen- felder, und durch das San Bernadino Valley auf der Route
66 kam ich nach Barstrow. Dort leben viele mexikanische Einwanderer,
und die Borritos sind echt lecker. Im Desert Information Center gibt
es viele Infos über die Mojave Wüste. Von Bastrow ging es
wieder bergauf, mit den schneebedeckten San Bernadino Mountains vor
mir, ins Lucerne Valley. Über Joshua Tree und 29 Palms fuhr ich
in den gleichnamigen National Park. |
| Kurz
vor der Entrance Fee station wurde ich von einen VW Bulli überholt.
An der Station erfuhr ich, von einer Rangerin, das der Fahrer mich
in den Park eingeladen hatte und die 10 Dollar Eintritt für mich
be- zahlt hatte. Es war bei klarem Himmel ca. 25 Grad warm, als ich
die steilen 16 km bis zum Belle Camp- ground hinauffuhr. Im National
Park treffen die California und die Mojave Wüsten zusammen. In
der Nacht wurde es mal wieder so kalt, das sich im Trinkwasser Eisstückchen
bildeten. |
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| Ich
machte eine Rundtour zum Salton View auf 1700 Hm, von dort hatte ich
einen schönen Weitblick über den San Bernadino Nat.Forest
und das Salten Sea Nat.Wildlife Refuge. Am Jumbo Rock, Split Rock
und vielen Joshua Trees fuhr ich zum Verpflegung einkaufen nach 29
Palms, und dann wieder die steilen 16 km bergauf zum Camp. Diesmal
ohne Gepäck, was den Aufstieg wesendlich angenehmer machte. Auf
1600 Hm hatte ich zum zweiten mal einen schönen Sonnenuntergang
und bei wolkenlosen Himmel einen Mondaufgang mit einem klasse Sternenhimmel
(siehe Foto unten). Über Clarks und Granite Pass fuhr ich nach
Parker an den Colorado River. |
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| Auf
dem Highway 95 fuhr ich weiter nach Süden am Colorado (an dessen
Ufern das einzige grün weit und breit in dieser halbwüste
wächst) entlang nach Blythe. Am nächsten Tag konnte ich
nur 40 km bis Paolo Verde radeln, weil ein Sturm aufkommt, der hier
in der Wüste zu einem Sandsturm wird. Ich kann kaum 5 Meter weit
sehen und werde gesandstrahlt. Was zur Folge hat, das ich bei fast
30 Grad meine lange Hose anziehe, weil der Sand echt wehtut. Als ich
um 10 Uhr in Paolo Verde ankomme, bietet mir die Besitzerin des Saloons
einen windstillen Platz und Kaffee in ihrem Garten an um den Sturm
abzuwarten. Zwei Zeitungen und einigen Kaffees später um 15 Uhr
entscheide ich mich ein Zimmer zu nehmen und eine kurze Tour um die
Lagoone zu machen. Nachts heulen Kojoten und einige
B3 Bomber fliegen sehr |
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niedrig über den Ort. Auf dem Weg nach El Centro an der mexikanischen
Grenze bin ich noch einmal dem Sand- sturm bei den Glamis Sanddünen
(wenn kein Sturm ist, ein schöner Platz zum Campen) ausgesetzt.
Auf der Strecke von Joshua Tree nach Parker war kaum Verkehr. Danach
war mäßiger Verkehr mit einigen Truck und Caravans, von
denen manche nicht wußten wie breit ihr Auto ist, und sie mir
sehr nah kamen. Am Grenzübergang gab es morgens keine Probleme,
ich wurde ohne Kontrolle einfach durch- gelassen. In Mexicali erleide
ich einen kleinen Kultur- schock. Im Stadtzentrum starker Smog, es
stapelt sich der Bauschutt und der Müll, es stinkt und die Straße
hat große Löcher. An den Slums vorbei bin ich nach 15 km
aus der Stadt heraus gefahren und folgte
der Mex 5 nach Süden. |
| Durch
die Laguna Salada (ein ausgetrockneter See) führt die Straße
an den Golf von Californien. Dort gibt es vor San Felipe einige Campos
mit schönen Stränden. Ich baute mein Zelt bei der El Dorado
Ranch auf, dort hatte ich unter einem großartigen Sternenhimmel,
für zwei Nächt, den Wirlpool für mich allein. Am folgenden
Tag besuchte ich San Felipe und sah mir den Leuchtturm,den Fischmarkt
und den Hafen an. |
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Dort
setzte ich mich in ein Restaurant, aß frischen Fisch und beobachtete
dabei wie die Fischer bei ihren Booten die Netze flickten. Beim Sonnenuntergang
schienen die Berge in der Umgebung zu glühen und der Mondaufgang,
der auf dem Meer glitzerte, schimmerte in Orangetönen und sah
eher wie ein Sonnenaufgang aus. Die Straße nach Puertocitos
ist an vielen stellen einfach weggespült, und es stehen nur noch
Reste (Foto links), und dadurch fuhr ich meißtens auf einem
sandigen Weg (rechtes neben den Straße,auf dem Foto zu sehen.
3 km vor Puertocitos ist das Campo Delphin mit einigen Palapas am
Strand. Pedro der Campwart und Fischer empfing mich mit mexicanischen
Brot und zwei Borritos. Außerdem bekam ich am Abend Feuerholz
und eine Einladung am nächsten |
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Morgen mit zum Fischen zu kommen. Ist schon schön, Lagerfeuer
am Strand, warme Tortillas und Kaffee, und der Mond geht auf. Nachts
bekam ich besuch von einer Militärpatrolie, die auf der Suche
nach Schmugglern am Strand patrolierten. Früh Morgens um 5 Uhr,
beim Sonnenaufgang stapfte ich mit Pedro bei Ebbe durchs Watt zu seinen
aufgestellten Netzen um die Fische einzusammeln. Die kleinen Fische
gibt Petro den wartenden Pelikanen und die Großen schleppen
wir zurück zu Camp und machen sie fertig für die Kühltruhe.
Pedro läd mich zum Abendessen ein, es gibt den Fang des Tages. |
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Nachdem ich die Mittagshitze unter der Palapa ver- schlafen hatte,
fuhr ich am Nachmittag zu den Hot Pools und dann, um für die
nächsten 3 Tage Verpflegung zu kaufen, nach Puertocitos. Der
Weg entlang der Küste besteht zum großen Teil aus sandigen
Abschnitten und aus Wasch-brettpiste mit Schotter, großen Steinen
und felsigem Untergrund. Meine Durchschnittsgeschwindig- keit lag
zeitweise bei 7-9 Stundenkilometern (da wäre ich zu Fuß
auch nicht viel langsamer). Und bei diesen hohen Be- lastungen für
das Bike, mit dem vielen Gepäck (z.B. 15 Liter Trinkwasser),
sind die Folgen, daß das Hinterrad mal wieder eine 8 bekommt.
Nach ca. 60 km baue ich mein Zelt in der einsamen Bahia Luis Gonzaga
auf. Fast jeden Tag passiere ich eine Militärkontrolle. |
| Die
Landschaft ist schön karg, große Kakteen und kein Verkehr.
Bei Loco`s Corner gibt es nicht anderes zu Trinken als Bier. Seitdem
ich in Mexico bin, schein nur die Sonne, es sind weit über 30
Grad und es fahren kaum Autos. Bei El Crucero fahre ich entlich wieder
auf Asphalt. Aus dem Campingplatz an der Bahia de Los Angeles Junction
ist ein Militärcamp geworden, und deshalb habe ich dann noch
68 km bis zu Küste vor mir. Dort hatte ich ein schönes Camp
am Strand mit dem Sonnenuntergang auf dem Foto oben. In Bahia de los
Angeles sah ich mir die imposanten
Walknochen im Museum an und besuchte die |
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Schildkrötenpflegestation. Den Nachmittag verbrachte ich bis
zum Sonnenuntergang am Strand. Am folgenden Tag schaffte ich es bis
zur Mex 1, dann fing es an zu Regnen, der wurde immer stärker,
bis das Wasser mir aus den Schuhe lief. Neben der Straße versank
alles im Matsch, so das ich froh war, als ein Schild ein Motel mit
24 Std Hot Shower, kurz vor Gurrero Negro anzeigte. Dort wollte ich
mir bei einer Bootstour Grauwale anschauen, aber bei Regen gibt es
keine Touren. Ich bin über die Grenze von der Nord Baja auf die
Süd Baja (Überquerung einer Zeit- zone) vom Militärposten
auf Lebensmittel gefilzt worden. Weil im Süden viel angebaut
wird, dürfen Getreide und Obst nicht eingeführt werden.
In Vizcaino gibt es einen |
| Trailerpark
und zwei Motels. Von hier habe ich einen Abstecher an die Bahia Tortugas
und die Bahia Asuncion gemacht. Eine schöne einsame Tour (auf
der Mex 1 ist zwar nicht viel Verkehr, aber da es nur selten einen
Seitenstreifen gibt, häufiger etwas eng) am Pico Lowry und Vera
Cruz vorbei zur Küste. Zurück auf der Mex 1 fahre ich über
flaches Land nach San Ignacio. Auf dem Don Chong`s Campingplatz wurden
gerade Dattel getrocknet, bei denen ich mich bedienen durfte (das
tat ich aus- giebig). In dieser Oase war es Nachts echt laut, Frösche
quakten, Enten schnatterten und einen Uhu hörte ich auch. In
Santa Rosalia schaute ich mir die Missionskirche von Eifel (der hat
den Eifelturm |
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gebaut)
an. Am 24 Dezember kurz vor Mulege knackte es einmal und die Hinterradfelge
war wieder gerissen. Tolles Weihnachtsgeschenk. In Mulege fand ich
eine Werkstadt, die eine alte verbogene Felge unter der Decke hängen
hatte. Diese war für 36 Speichen, und meine Narbe hatte 32 Löcher.
Der Besitzer half mir beim Einspeichen, Löcher in die Narbe bohren
und beim richten der Felge. So hatte ich am Abend ein neues Hinterrad,
das sich mit dem Gewicht von mir und dem Gepäck zwar etwas weich
an- fühlte, aber es hielt bis nach La Paz. Auf dem Camping- platz
von Mulege campten zwei Firefighter aus Durango, ein Ranger mit Sohn
aus Barstrow, und Roger mit Tochter aus Canada, die mit einem Kajak
unterwegs waren. |
| Abends
fanden wir uns an einem großer Feier zusammen und feierten Feliz
Navidat. Ich fuhr um die Lagune auf den Hügel zum Leuchtturm,
von dort hatte ich einen schöne Aussicht über die Ebene
mit den kahlen Bergen im Hintergrund. Umgeben von Fischerbooten, Pelikanen,
Reihern, Mangroven und Sand- strand verbrachte ich den Tag. Weiter
führte die Tour an der Bahia Conception nach zum touristisch
er- schlossenen Loreto. Dort besorgte ich mir Verpflegung und fuhr
weiter zum ruhigen Playa Juncalito, wo ich zwischen Palmen am Strand
zelten konnte. Auf dem Weg entlang der Sierra Gigante, an der Küste |
|
geht
es ständig bergauf, -ab. Auf dem Weg ins Landes- innere führt
die Straße über die Gebirgskette, an dem Federal Water
Project vorbei nach Ciudad Constitucion. 3 km südlich des Ortes
gibt es einen schönen Camping- platz, aber dort wurde eine Fiesta
gefeiert und es war da sehr laut. Ich fuhr zurück in den Ort,
zum RV Park. Um Ciudad Constitucion gibt es viel Farmland und Ranchos.
Auf der geraden Straße, mit einigem Verkehr, fuhr ich an einem
Tag über Santa Rita und Las Pocitas nach La Paz. Zum Glück
wurde ich bei der Militärkontrolle kurz vor LA Paz an der langen
Autoschlange vorbei- und durchge- wunken, denn es war schon fast dunkel
als ich an der Küste ankam. Am Ortseingang im Club Marlin bekam
ich |
| ein
Zimmer. Ich lies diesen anstrengenden Tag bei Klaviermusik, Kaminfeuer
und einem leckeren Fisch- gericht im Restaurant des Clubs ausklingen.
Am nächsten Tag baute ich mein Zelt auf dem El Calderon Trailer
Park auf und schaute mir La Paz an. Ich fand einen schönen Platz
am Malecon, ausgiebiges Früh- stück, einige Caffee con Leche
und dann machte ich mich auf die Suche nach einem Bikeshop um ein
neues Hinterrad zu bekommen. Bei Bicimondo bekam ein neues, aber da
die Bikes hier nicht in Kartons angeliefert werden, sondern in Folie
verpackt, bekam ich keinen für meinen Rückflug.
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Bei
DHL bekomme ich nur einen Fahrradkarton, wenn ich das Bike auch mit
DHL versende (toller Service von DHL - schönen Dank). Ich machte
eine Tour entlang der Bahia de La Paz (Foto oben links) nach Tecolote.
Auf dem Rückweg noch etwas Sighseeing, das Theatro del Ciudad
und das Museo de Antropologie mit dem großen runden Steinkalender
der Maya fand ich sehr beeindruckend. Wenn man aus der Wildniss zurück
in die Stadt kommt, muß man sich an den Smog, Staub, Dreck und
die lauten Geräusche erst wieder gewöhnen. Davon hatte ich
schnell genug und da ich eine Woche bis zum Rückflug hatte, machte
ich mich auf den Weg nach Lands End. Raus aus La Paz durch viele kleine
Dörfer wie San Petro, |
| El
Triumpfo (wo ich einen schön gelegenen Friedhof mit eine kleinen
Kapelle sah) und San Bartolo fuhr ich bei Los Barilles zurück
an die Küste. Auf dem R.V.Park leben viele Langzeitcamper aus
Amerika. Los Barilles ist so etwas wie ein Surfer, Buggiefahrer paradise.
Das heißt, ich traf auf viele angetrunkene, laute, coole Menschen.
Anhand der Nummernschilder kann ich sehen das es Amerikaner von Alaska
bis New Mexico sind die hier Urlaub machen. Ich fahre bei wenig Verkehr
(die betrunkenen Amies schlafen bis Nachmittags) über Santiago,
Cabo Pulmo nach San Jose del Cabo. Im süden der Baja sind auch
die Mexicaner nicht mehr so freundlich, auch die sind von den vielen
betrunkenen und rücksichtslosen Gringos genervt. Die Baja ist
das Mallorca der Amerikaner. Ich verbringen den Abend an der Playa
und sehe einen klasse Sonnenuntergang. |
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Zwischen
San Jose und Cabo wird die Mex 1 zur Autobahn mit Seitenstreifen
(der einzig durchgängige auf der ge- samzen Mex 1), und es
ist für Radfahrer verboten diese zu befahren. Dies war das
sicherste Stück Straße das ich auf der Mex 1 gefahren
bin. Etwas außerhalb von Cabo San Lucas, auf einer Schotterpiste
fand ich ein schräg- hängendes, zerschlissenes Schild
mit der Aufschrift `Campo`. Das stellte sich als ein kleiner Campingplatz
nahe dem Meer, mit Hängematten und Palapas unter den sich ein
Fernseher versteckte heraus. Außer mir wurde dieser Platz
nur noch von einem Schiffskapitän bewohnt, der sich über
meine Gesellschaft freute und mich gleich zum Caffee einlud. So
ein touristischer Ort wie Cabo hat auch Annehmlichkeiten wie: großer
Supermarkt und Pizzaessen. Den Abend verbrachte ich am Meer mit
blick auf Lands End. Auf dem Weg nach Todos Santos war kaum Verkehr
und ich machte einige Abstecher ans Meer. In Todos Santos schaute
ich mir das Hotel California (genau das was die Eagles besungen
haben) an, aber ein Zimmer sollte 35 Dollar kosten, und so suchte
ich nach dem El Molino Campgroud. Der ist nun leider ein Privat
Park, aber als die Besitzerin sah das mit dem Bike unterwegs bin,
bot sie mir an im Rosen-garten zu zelten (siehe Foto oben). Auf
der linken Seite der Pazific, rechts die Sierra de La Laguna, da
fahre ich zurück nach La Paz. Bei Bici Mundo bekomme ich zwei
kleinere Kartons, aus denen ich mir eine Reisebox fürs Bike
baue.Auf dem El Cardon Camp treffe ich Ward und Gunhild, Rentner
aus Colorado. Sie zeigen mir was in der Wüste alles essbar
ist, z.B. Früchte wie Jicama oder diverse Kaktusteile, in denen
sogar Wasser gespeichert ist. Abends eine Tour am Malecon entlang,
im Restaurant La Perla frischen Fisch essen und La Paz bei Nacht
anschauen. Morgens zum Flughafen, das Bike einpacken und über
L.A., Minneanapolis, Amsterdam nach Hamburg. Bike zusammenbauen
und zurück nach Hannover fahren.
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| Tourdaten: |
| Ich
war vom 5.November bis 10.Januar unterwegs. In dieser Zeit bin ich
ca.6000 km durch Arizona, Utah, Nevada, Californien und über
die Baja California geradelt. Am 12. Dezember bin ich über die
Grenze von Amerika nach Mexico gefahren. Die Kosten vom Flug bis zum
Fotos entwickeln beliefen sich auf ca. 3500 Euro. Darin enthalten
sind auch die ca.250 Euro für die drei Hinterräder und die
vier Schläuche, die von Kakteenstacheln perforiert wurden. Die
Übernachtungskosten waren, aufgrund des Kälteeinbruchs in
den USA, etwas höher als eingeplant. Ich habe viele freundliche,
hilfbereite Menschen getroffen. Das Radfahren war bis auf wenige Streckenabschnitte,
z.B. um Las Vegas (zu viel Verkehr, ohne Seiten- streifen), oder auf
dem Abschnitt von Los Barilles nach San Jose (echt fiese Waschbrett-schotter-piste)
sehr angenehm und oft schön Einsam. |
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