Nahost
7
Wochen in Jordanien, Ägypten und Israel
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Um
nach Eilat zum kommen fuhr ich mit dem Zug von Hannover nach Frankfurt.
El Al hat dort einen ab- geschotteten Bereich, der 2 Stunden vor
Abflug geöffnet wurde. Dann begann eine 1 1/2 Stunden lange
Befragung bevor ich das Gepäck aufgeben konnte. Das zog sich,
bei den vielen Passagieren, und der Flug hatte so fast zwei Stunden
Verspätung. Über Tel Aviv kam ich dann nach Eilat, dort
mußte ich zwei Passkontrollen passieren bevor ich mein Gepäck
zurückbekam und mich im Youth Hostel (55 Euro inkl. Frühstück)
einquatieren konnte.
Am nächsten Tag schaute ich mir Eilat an und besorgte mir Verpflegung
in der Shopping Mall (Personen- & Rucksackkontolle). Als ich
am Nachmittag das Bike zusammengebaut und den Karton entsorgt hatte,
war es bei wolkenfreiem Himmel und Sonnenschein 40+ Grad heiß.
Nach einem guten Frühstück fuhr am nächsten Tag zum
Grenzübergang. An der israelischen Seite kostet die Ausreise
20 Euro, und die Einreise nach Jordanien kostet 15 Euro. Das nenne
ich moderne Wege- lagerei. Auf dem Kings Highway (dreispurig mit
Seitenstreifen) fuhr ich dann mit vielen LKW`s bergauf in die Berge.
Die Fahrer waren rücksichtsvoll und hielten einigen Abstand.
Als ich dann auf die schmale Straße ins Wadi Rum abbog, war
ich allein, bei über 40 Grad, hatte Gegen- wind und es ging
stetig leicht bergauf. Vorbei an den Seven Pillars, dort wo Lawrence
of Arabia sein Camp hatte (Bild unten) bevor er Aqaba angriff, fuhr
ich ins Wadi Rum.
Dort war ich der einzige Tourist und traf auf nette Beduinen. Die
feierten den Tag mit Tee und Musik und mein Zelt durfte ich, unter
einem Beduinen Zelt (dort ist es wesentlich kühler), für
einen Dinar aufbauen. Dann ging es mit Rückenwind und leicht
bergab wieder zurück zum Kings Highway. Über Quweiba und
Ras el Naqab fuhr ich, bei wieder über 40 Grad, in der Berge.
Steile Anstiege und heftiger Gegenwind machten den Weg ins Wadi
Moussa echt hart. |
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| Im
Moon Valley Hotel war der Besitzer und sein Helfer sehr freundlich,
es gab Tee und viele Informationen über Petra. Die Nacht war
sehr kurz, denn ich wurde um 4 uhr 30 vom Muhezin zum ersten mal geweckt
und da war es schon zu warm. Um 6 uhr 30 hatte ich ein leckeres Frühstück
und um 7 Uhr 15 machte ich mich auf den Weg nach Petra. Nachdem ich
20 Dinar bezahlt hatte durfte ich den Weg in den Siq antreten. Am
Obelisk Tomb beginnt der schmalen Canyon. An den Seiten sind rinnen
zur Wasserversorgung ausgearbeitet, die durch den ganzen Canyon führen.
Der Siq (Bild unter links) endet direkt vor dem Schatzhaus (Al-Khazneh,
Bild unten in der Mitte). |
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Petra ist wirklich schön, es gibt viele in Stein geschlagenen
Fassaden und Räume (die von den Beduinen auch als Toilette benutzt
werden, was bei den Temperaturen zu einer echten Belästigung
werden kann). Namen wie Royal Tomb, Palast Tomb und The Monastry lassen
die Schönheit der Fassaden erahnen. Ich verbrachte den ganzen
Tag in der alten Stadt der Nabatäer und schaute mir auch die
Säulenstraße und das Theater an. Ich fuhr dann wieder zurück
nach Aqaba. Bei der Einreise nach Israel durfte ich das Bike auseinanderbauen
und die Einzelteile durch eine X-Ray Maschine schieben. Die Nacht
verbrachte ich auf dem Campingplatz bei der Eilat Field School. Am
Morgen gab es einen schönen Sonnenaufgang über Saudi Arabien
und den Golf von Aqaba. |
| Ich
fuhr zur Grenze nach Taba (wieder diese Wegelagerei), und ins Hotel
Taba um Geld zu tauschen. Auf dem Weg nach Süden, auf der Küsenstraße
mit vielen Bauruinen, kam ich an schönen Buchten und Inseln
(wie Pharao Island) vorbei. Am Red Rocks Camp werde ich zum Tee
eingeladen und in Nuweiba fand ich, nach einigem verhandeln, im
Habibib Camp eine Unterkunft. Auf Teppichen und Kissen liegend verbrachte
ich den Abend, Tee trinkend, am Meer. Nachdem die Sonne am Morgen
über dem Meer auf- gegangen war, machte ich mich auf den Weg
in die Berge zum Red Canyon. Als ich die Küstenstraße
verlassen wollte, traf ich auf einen Militärposten, der mir
die Weiterfahrt verweigerte. Die Beduinen wären zu gefährlich
und er wäre für mein Leben verantwortlich meinte der Chef
in seiner Hütte. Da er nicht um- zustimmen war, obwohl ich
Vorschlug das er mich begleiten könne, oder das ich selbst
auf mich auf- passen kann, fuhr ich zurück nach Nuweiba und
legte mich für den Rest des Tages in den Schatten. |
| Die
Küstenstraße führt dann in die Berge, ein langer Anstieg,
an toten Kamelen und Beduinenzelten vorbei, über Dahab und in
einer langen Abfahrt nach Sharm el Sheikh. Auf dieser Strecke gibt
es ein paar Militärkon- trollen und kein schattiges Plätzchen.
Auf einer Anhöhe mit Blick auf die Altstadt fand ich das kleine
Horus Hotel. Es folgte eine Rundtour um Sharm el Sheikh, durch die
Tiger Bay, Maya & Na`ama Bay und in den Ras Mohammed Nat. Park.
Entlang der Küstenstraße, an Militärkontrollen und
Ölförderplattformen vorbei, über den Suez Kanal, ging
es weiter nach Kairo. Kairo by Bike, No way. Ich fuhr mit dem Bus
und ging zu Fuß um, die Alabaster Moschee, das Ägyptische
Museeum, die Altstadt und die Pyramiden zu |
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sehen. Unterkunft fand ich im Hotel Continental, nahe der
Pyramiden. Kairo ist riesig, 18 - 20 Millionen Menschen leben hier
und Verkehr und Smog sind unglaublich. Sogar der Friedhof (die Stadt
der Toten) ist bewohnt. |
| Nur am
Nil entlang gibt es Palmen und Felder, sonst ist
hier nur Sand und Wüste. Am nächsten Tag machte ich einen
Abstecher den Nil entlang in die Orte Memphis und Sakkara um die Stufen-
und die Knickpyramide zu sehen. Mit dem Bus fuhr ich zurück nach
Sharm el Sheikh. Von dort wollte ich mit der Fähre nach Hurghada
und dann mit dem Bike weiter nach Luxor. Die Fahrt mit der Fähre
sollte, one way, 60 Euro kosten und ab Hurghada dürfen nur Autos
im Konvoi fahren (keine Radfahrer). |
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| Das
sollte noch mal 40 Euro Kosten. Ein Flug ab Sharm el Sheikh, nach
Luxor, kostete one way 110 Euro. Also nahm ich den Flug und war zum
Sonnenaufgang in Luxor. Von dort machte ich mich auf ins Tal der Könige
und schaute mir zwei Gräber (Ramses des zweiten und Hadschepsut)
mit tollen Wandmalereien an. Am Nil endlang fuhr ich zum Karnak (großartige
Säulenhalle mit offene und geschlossenen Papyrus- pflanzen) und
zum Luxor Tempel (mitGravuren, die Alexander den Großen zeigen). |
| Zurück
in Sharm el Sheikh fuhr ich wieder über die Sinai- halbinsel
nach Eilat zur Field School. Während dieser ganzen Zeit war nur
Sonnenschein, blauer Himmel und 35+ Grad. Ich habe, bei diesen Temperaturen,
jeden Tag mehr als 10 Liter Wasser getrunken. Von da fuhr ich am Jordan
entlang, in den Sheherot Canyon. Dort sah ich mir Gesteinsformationen
wie Mushroom Rock (sieht aus wie eine Schnecke mit Haus) an. Endlang
der Jordan Mountains ging es weiter in den Timna Park. Da gibt es
eine Zeichnung, die Alexander den Großen zeigt.Im Timna Park
fuhr ich an den Urda Cliffs und Spiral Rock vorbei zum Camp. |
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| Dort
döste ich im Schatten bis zum Nachmittag. Dann fuhr ich eine
Runde durch den Park und sah mir die Solomon Pillars, den Tempel,
zwei Steinbögen und eine große Gravur, die Ramses den dritten
darstellt, an. Die Nacht schlief ich im Freien unter dem leuchtenden
Sternenhimmel. An einem Samstag ein Zimmer in einem Kibbutz zu bekommen
war nicht möglich, weil Sabbat. In der Harzewa Field School wurde
ich freundlich Aufgenommen und ich gekam Kaffee und Trinkwasser. Dann
ging es weiter zum Berg Sedom (die vielen Spitzen und Türmchen
geben dem etwas Bizarres), zum tiefsten Punkt der Welt. |
| Am Toten
Meer gibt riesige Salzabbaubecken, Salzab- lagerungen in allen möglichen
Formen, sogar viel Salz an und auf der Straße und das Wasser
trägt einen. Das Youth Hostel in Massada war voll belegt. Ich
fuhr mit der Seil- bahn auf den Berg, von wo ich eine schöne
Aussicht hatte, und sah mir die Festung an. Auf dem Snake Path verlasse
ich Massada und such mir ein Camp in der Negev Wüste. Ich fuhr
weiter nach En Gedi. Im Naturschutzgebiet Nahal David wanderte ich,
an einigen kleinen Wasser-fällen vorbei, zur Ouelle des Shulamit.
In dieser Oase begegnete ich Klippschliefern, Steinböcken und
vielen Vögeln. Nach einem schönen Sonnenaufgang am Toten
Meer kam ich an der Ausgrabungsstätte Ouanrum |
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(dort wurden die Bibelrollen gefunden) vorbei und fuhr dann weiter
nach Jericho. Auf dem Weg nach Jerusalem besuchte ich das Grab von
Moses und fuhr bergauf durch einige palestinenser Dörfer. Oben
angekommen hatte ich einen schönen Blick auf die Altstadt mit
dem Tempelberg. Vom Yitzhak Rubin Hostel aus machte ich einige Touren
durch Jerusalem und sah dabei den Ölberg, City of David, Maria
Magdalena Kirche, Klagemauer, Grabeskirche, Rockefeller Museum, Knesset,
Israel Museum mit dem Shrine of the Book, Supreme Court, Lepra Hospitz
und das Viertel Yemin Moses mit schönen Villen. |
| Als
ich durch das Viertel der orthodoxen Juden ging, war ich verwundert,
weil überall Müll herumlag und es sehr verdreckt war. Währen
der Fünf Tage die ich in Jerusalem verbrachte brach die zweite
Intifada aus. Das bedeutete, das ich Schüsse hörte und überall
von Soldaten umgeben war. Als ich dann nach Tel Aviv ans Mittelmeer
fahren wollte, kam ich an eine Straßensperre, und wurde von
Soldaten mit vorgehaltener Waffe gezwungen nach Süden zwischen
dem Gaza Streifen und Betlehem hindurch zu fahren. Also fuhr ich über
En Kerem ( Kloster mit Quelle und Kirche mit schönen Fresken)
in die Berge. Auf der Road 38 (mit Seitenstreifen) ging es nach Bet
Guvrin. |
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Eigendlich wollte ich wild Zelten, aber da sich Israelies und Palestinenser
im ca. 35 km entfernten Betlehem beschossen, ging ich in ein Hotel
bei Gal On. Am nächsten Tag fuhr ich in den Bet Guvrin Nat.Park.
Der gliedert sich in zwei Bereiche: die City of Maresha mit Arbeits-,
Grab- und Wohnhöhlen, wo es viele Wandmalereien gibt (siehe Foto
oben) und die City of Bet Guvrin, die aus Ruinen und den Bell Caves
besteht. Ich wanderte und kletterte einen ganzen Tag durch die Höhlen
im National Park. Als ich |
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| dann
weiterfuhr kam ich zur Road 10, die war wie eine Autobahn und ich
entschloß mich auf Seitenstraße nahe dem Gazastreifen
nach Be`er Sheva zu fahren. Der Stadt besteht aus Plattenbausiedlungen,
Hochhäusern und das Hostel ist schwer zu finden (weil nicht Ausgeschildert).
20 km später bin ich in der Negev Wüste und auf dem Weg
nach Sede Boker. Von dort hatte ich einen schönen Blick auf den
Canyon von En Avdat und die Wilderness of Zin (siehe Foto). Im Avdat
Canyon sah ich Rebhühner und Bergziegen auf der Wanderung zur
Quelle und im Zintal fuhr ich ein Stück auf der Gewürzstraße
(Straße ist irre- führend, es handelt sich um eine üble
Schotterpiste). |
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| Das
Youth Hostel von Mitzpe Ramon liegt direkt am Krater, dort bekam ich
für zwei Nächte ein Zimmer obwohl Kippur (Neujahr) war.
Ich machte Touren entlang am Kraterrand (Skulpturenpark) und ins Hinter-
land, wo ich am Mt. Ramon, alte Panzer und ein Observatorium sah.
Auf dem Weg bergab zum Krater- boden schaute ich mir "The Prism"
(sechseckige Granitstangen) an, fuhr nochmal auf dem Weg zum White
Canyon ein Stück auf der alten Gewürzstraße und kam
dabei an Ruinen einer Karawanserei vorbei und übernachtete im
Be`erot Camp, wo ich gegen Mitternacht besuch von einem Kojoten bekam.
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| Die
Landschaft im Krater und in der Negev Wüste bei Shaharut (klasse
Aussicht ins Jordan Tal) und im Wadi Yitro (schöner Platz zum
Campen) ist unbeschreiblich schön. Bei Yehoram wird die Straße
immer schmaler, ich fuhr durch den Makhtesh Krater und an bunten mineral-haltigen
Felsen vorbei, entlang der Zin Mountains. Als ich mich auf den Ma`ale
Aqrabbim (Scorpion Aufstieg) befand, hielt mich ein Polizei Jeep an
und die beiden Polizisten überprüften meinen Wasservorrat
und durchsuchten mein Gepäck. An der ägyptischen Grenze
und den Urda Cliffs entlang, mit einem Abstecher in den Red Canyon,
ging es durch die Eilat Mountains wieder ans Rote Meer nach Eilat.
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| Eindrücke: |
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Wenn man in seinem Urlaub : |
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von den Einheimischen unfreundlich behandelt werden möchte, |
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als Tourist einen höheren Tarif für ein Zimmer bezahlen
möchte, |
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--- trotz aufkommender Dunkelheit und freier Zimmer, mit der Begründung
man sei keine Gruppe, |
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oder "ich liege gerade im Pool und habe jetzt keine Lust",
kein Zimmer im Kibbutz bekommt, |
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häufiger das Gefühl hat, das nur sein Geld erwünscht
ist und man eigenlich nur stört, |
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es O.K. findet das überall jugendliche Soldaten mit Waffen präsent
sind, |
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--- und einen das Gefühl beschleicht, jederzeit überwacht
zu werden. |
| Dann
ist ein Urlaub in Israel zu empfehlen. |
| Mir
machte das nicht wirklich Spaß. |
| Die
Tage die ich zwischen Be`er Sheva und Eilat in der Negev Wüste
gefahren bin, waren für mich die schönsten in Israel. |
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| In
Ägypten waren die Menschen manchmal von neugierig bis sehr aufdringlich,
aber nie unfreundlich. Und es gibt einige Straßen, die für
Radfahrer gesperrt sind oder nur im Konvoi zu befahren sind. |
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| In
Jordanien hatte ich das Gefühl wirklich willkommen zu sein. Die
Landschaft beim Wadi Rum und die Nabatäer Stadt Petra sind beeindruckend. |
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let`s
take a ride |
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