Türkei |
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| 7 Uhr aufstehen. Auf dem Weg zum Flughafen einen Karton im Bikeladen holen und das Bike am Flughafen auseinanderbauen und einpacken. Es ist der 11. August, Flug von Hannover nach Bodrum. Um 15 Uhr an der Pass- kontrolle in Bodrum, um 16 Uhr alles gepackt, zusammen- gebaut und Geld getauscht. Den Karton stecke ich ca. 1 km von Flughafen entfernt in die Säule einer Werbetafel. Ich fahre auf der Autobahn nach Milas, Unterwegs gibt es eine Tankstelle um Wasser, Nüsse, Limo und Brot zu kaufen. Viel Verkehr bis Milas, dann fahre ich auf einer Seitenstraße nach Oerem und bin allein auf der Straße. Ich komme kurz vorm Dunkel werden ans Meer und baue mein Zelt auf. | ![]() |
| Nachts höre ich das Meeresrauschen und sehe einen schöner Sternenhimmel. Um 5 Uhr 30 geht die Sonne auf. Ich fahre zurück nach Milas, dann auf die Haupstraße nach Yatagan. An dieser hügeligen Strecke konnte ich an Obstständen und Tankstellen einkaufen. Kurz vor Yatagan fahre ich auf eine Seitenstraße um den Ort herum nach Mugla. Es ist bis zu 35 Grad warm. Da trinke ich jeden Tag zwischen 12 und 15 Liter Flüssigkeit. Am nächsten Morgen fahre ich über Ortaca und Dalaman ans Mittelmeer um mir die Felsengräber anzuschauen. In der Bucht liegen viele Boote und es gibt viele Restaurants mit Blick aufs Meer. Am Nachmittag fahre ich zurück zur Haupstraße und suche mir auf einem Hügel mit Meeres- blick einen Platz zum zelten. Es ist Nachts so warm, das meine Getränke Morgens nicht abgekühlt sind. Ich habe auf dem hügligen Weg nach Fethiye Gegenwind. In Fethiye gibt es eine große Bäckerei, dort | |
| decke ich michmit Kuchen und Brot ein und mache ein ausgedehntes Frühstück im Park am Hafen. Danach fahre ich nahe der Küste durch die Berge. Bei Temperaturen um die 40 Grad lerne ich die Quellen in den Bergen zu schätzen, denn dort bekomme ich frische kaltes klares Wasser. Es ist eine sehr schöne Tour mit wenig Verkehr entlang der Küste von Kalkan nach Kas. Auf der einen Seite die Berge und auf der anderen Seite glitzert das Meer in der Sonne. In Kas gibt es einige Pensionen. Ich sitze beim Sonnenuntergang mit einem Tee auf einer Dach- terrasse. Weiter geht es auf der küstennahen Straße durch die Berge. Es gibt einige steile Anstiege. Nach dem Ersten, gleich hinter Kas, bin ich Morgens um 7 Uhr, nach 10 km, so Durchgeschwitzt als käme ich gerade aus der Dusche. | ![]() |
| Oben angekommen habe ich einen schönen Blick über die Bucht. Auch der Weg über Kale (dort gibt es Felsengräber), Finike (lekeres Tavuk Chili Kebab) und Kumluca führt zeitweise am Meer entlang. Ich finde im Olympus Milli Park einen Platz zum zelten. Auf dem Weg nach Antalya, über Kemer, gibt es zwei Tunnel, wo es bei dem dichten Verkehr eher anstregend war mit Fahrrad zu fahren. | |
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Am Meer durch Antalya, am Flughafen entlang nach Perge. Dort schaue ich mir die Ruinen an. In Aksu fand ich keine Unterkunft und radelte zum Meer um dort zu zelten. Am Morgen lag Nebel über den Feldern und mein Zelt war naß. Nach einer Stunde auf der Autobahn kam ich um 8 Uhr in Aspendos an. Dort war ich der einzige Besucher und sah ein großes Amphietheater. Auf dem Tempel Mountain gibt es eine Basilika und ein Aquae- dukt. Danach sitze ich mit Tee und Maiskolben (konnte ich dort an Ständen kaufen) im Schatten. Ich fahre wieder ein Stück auf der Autobahn um nach Side zu kommen. Im Bykara Motel im alten Westteil von Side finde ich, einen Bungalow mit Frühstück für 20 Euro. Ich machte noch einen abstecher nach Manavgat zu den Wasserfällen. |
| Am Abend schaute ich mir die Ruinenstadt in Side an. Nach einem guten Frühstück fahre ich hinter Manavgat in die Berge. Bei wenig Verkehr fahre ich über Akseki immer tiefer in die Berge . Unterwegs habe ich einen Platten, beim flicken kommt Luke aus Neuseeland vorbei. Er ist in London losgeradelt und will zurück nach Neuseeland fahren. Die Fahrt durch die Berge bis Konya ist anstrengend, aber die Straßenverkäufer sind sehr freundlich zu uns. Sie schenken uns Weintrauben, bei einer Pause an einer Quelle bekommen wir Melonestücke und wir kaufen Pfirsiche. Bis Konya fahren wir zusammen, dort fährt Luke nach Ankara und ich fahre auf einer schmalen Straße nach Aksaray. | |
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| iAn einem Flußbett hinter Aksaray, wo ich campe, sehen ich eine große Schildkröte und viele Prärie- hunde. Auf Seitenstraßen komme ich nach Selime, dort sehe ich Tuffgesteinshöhlen. In Ilhara fahre ich oberhalb eines großen Canyons entlang. Bei wenig Verkehr geht es nach Göreme. Ich fahre bis zum abend duch Kappadokien und schaue mir die Hoodoos, Türme und Gesteinsformationen an. Nachdem ich in Anvos die Karavanserei besucht habe fahre ich nach Nevsehir. Dort gibt es einige Pensionen und Hotels. Beim Sonnenaufgang um 5 Uhr 30 frühstücke ich auf dem Balkon und sehe wie die Stadt erwacht. | |
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Auf Nebenstraße entlang an Sonnenblumenfelder und Melonenanbaugebiet geht es weiter. In Gökse frage ich nach dem Weg. Das ganze Dorf kommt zusammen und will mich auf die Haupstraße schicken. Ich mag aber nicht und versuche auf Schotterpisten nach Aksaray zu kommen. Ich fahr am Friedhof vorbei, durch einen Canyon, an einem Stausee vorbei und komme nach Aksaray. Von dort geht es weiter nach Yesilova und Yesikent. Ab Yesikent folge ich einer Autospur am Tuz Gölü entlang. Ich kommen nach drei Stunden Fahrt auf dieser Piste in Sultanhani an. In der Pension Kervan sitze ich mit Tee auf der Veranda und schaue dem Sonnen- untergang zu. Morgens kommen zwei Frauen und backen dünnes Fladenbrot für das Frühstück. Danach |
| geht es zurück nach Konya und dann durch die Berge richtung Beysehir. Auf dieser Straße ist kaum Verkehr und es umgab mich ein Bergpanorama. Auf ca. 1300 Hm baue ich in einem Canyon ca. 20 km vor Beysehir mein Zelt auf. Am nächsten Tag füllte ich meine Verpflegung im Süpermarkt von Beysehir auf. Dann fuhr ich am See entlang nach Norden, vorbei an Getreidefeldern, nach Yenisarbademli. Auf dem Weg nach Aksu, in den Bergen, an einer Quelle, wurde ich von einer türkischen Familie zu Tee und Melone eingeladen. Ich bekam eine Plastiktüte voll mit Äpfeln und Tomaten als Reiseproviant mit. | |
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Mit diesem zusätzlichen Gepäckt geht es weiter steil Bergauf. Als ich den Pass erreiche bietet mir ein freund- liche Türke eine Mitfahrgelegenheit (bergab) nach Aksu an. Ich lehne dankend ab. In Aksu kann ich gerade noch in eine Gasse ausweichen, als ein Herde Rinder auf der Haupstraße durch den Ort getrieben wird. Durch einen Canyon mit Melonen- und Paprikafeldern fahre ich in ein breites Tal, wo ich einen Platz zum zelten finde. Am Morgen steigt Nebel von den Feldern auf. Ich fahre bergab nach Egirdir um am See zu frühstücken. Danach fahre ich direkt am See entlang bis zur Kreuzung nach Senirkent. Es ist wieder schön warm, so um die 35 Grad. In Senirkent halte ich am Ortsausgang auf einer Mauer ein Mittagsschläfchen. Plötzlich steht ein junger Türke mit |
| einem Glas kalten Wasser auf einem Tablett neben mir. Beim Geldtauschen in der Bank bekommen ich einen Tee und der Direktor der Bank möchte sich unterhalten um seine Deutschkenntnisse aufzu- frischen. Und als ich die Haupstraße verlasse, um in den Bergen nach einem camp zu suchen , werde ich an einer Quelle, wo 2 Motorradfahrer eine Pause machen, von Ufuk in sein Haus zum Abendessen eingeladen. Also folge ich seiner Beschreibung und finde in Aydogmus bei der Familie von Ufuk für die Nacht eine Unterkunft und darf mt ihnen auf der Dachterrasse beim Sonnenuntergang zu abend essen. Nach einem guten Frühstück verabschiede ich mich am nächsten Morgen von der Familie und fahre auf Seitenstraßen nach Basmakci am Aci Gölü. Auf einer Schotterpiste fahre ich durch kleine Dörfer um den See, bis ich bei Cardak zurück auf die Haupstraße fahre. Mit viel Verkehr fahre ich kurz vor Denizli nach Norden, auf einer schmalen Straße nach Pamukkale. | |
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| Dort wohne ich für 10 Euro (ink. frühstück) im Pamukkale Hotel. Am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang um 6 Uhr schaue ich mir Hirapolis und die Sinterterassen an. Außer einem Hund bin ich der einzige Gast. Auf Seitenstraßen fahre ich nach Sarayköy und dann an Baumwollfeldern, Feigen- und Granatäpfel- bäumen vorbei, durch eine große fruchtbare Ebene. Yenipazar erreiche ich in er Dämmerung und ich finde dort eine Herberge. Ich fahre weiter über Bagarasi nach Söke. Heute ist es so warm, da liegen sogar die Bauern im Schatten und schlafen. Ab Kusadasi wird die Straße durch eine Baustelle zu einer staubigen Piste. Ich besuche Ephesus und schaue mir die alte Bibliothek und die restlichen Ruinen an. | |
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Danach fahre nach Selcuk ins Canberra Hotel. Am Morgen schaue ich mir die Isabel Moschee, das Castello und die alte Kirche an. Dabei werde ich vom Besitzer des Garden Camp angesprochen. Bei Kaffee und Obst erzählt er mir von der Geschichte der Stadt. Danach fahre ich über Söke nach Priene an Sonnenblumen- und Baumwollfeldern vorbei. Nahe der Küste geht es durch ein Sumpfgebiet, mit vielen Vögeln, über Kanäle nach Milet. Dort schaue ich mir das große Amphietheater an. Auf dem Weg nach Didime sehe an direkt am Strand eine kleine Pension. Ich bin der einzige Gast, und bekomme ein Zimmer mit Balkon und Meeresblick. Morgens um 7 Uhr fahren die Fischerboote aufs Meer hinaus. Um 9 Uhr bin ich er einzige Besuchen beim Tempel in Dideme. Zwischen umgefallenen, in Scheiben zerbrochene, Säulen schaue ich mit das Bild der Medusa an. Danach geht es zum See Bafa Gölü. Dort habe ich eine Hütte am See gemietet, und bin eine Tour um den See vorbei an den Ruinen von Herakleia - Latmos geradelt. Den Abend verbrachte ich damit den Fischern und der Sonne zuzuschauen. Dann bin ich nahe der Küste auf Schotterpisten über Iasos und Güllük in die Berge gefahren. Von dort hatte ich eine schöne Aussicht auf den Flughafen und die Küste. Ich wurde von Schäfern zum Tee eingeladen und konnte meine letzte Nacht in der Türkei auf dem Hügel zelten.
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Tourdaten: 3 Wochen im August / September 2800 Km 10 x Pensionen, Hotels 10 x free Camps 1x Ufuk läd mich ein Kosten: inkl. Flug 630 Euro 4 x Plattfuß hinten Wetter: nur Sonne, 30 - 40 Grad Morgens kühl in den Bergen ab 1000 Hm Highlights: 2 Tage entlang der Südküste, 2 Tage von Side nach Konya durch die Berge, 2 Tage um Kappadokia herum und die 3 Tage durch die Berge von Konya nach Aci Gölü haben mir wegen der Landschaft und dem wenigen Verkehr am besten gefallen. |
Die Menschen in der Türkei waren sehr hilfsbereit und freundlich zu mir. Ich wurde häufig wärend meiner Pausen in den Orten zum Tee eingeladen, oder an Quellen bekam ich Obst geschenkt. Wenn ich mal nach dem Weg fragte, fand sich auch im kleinsten Dorf fast immer einer mit dem ich mich Verständigen konnte. So viele nette Begegnungen mit Menschen hatte ich bisher in keinem anderen Land.
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Infos unter: andreas.fassbender@gmx.net |
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