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U.S.A. - von Seattle nach Phoenix


3 Monate, 6 Staaten und einen Rahmenbruch später

 
Als ich am 4. Juli (dem Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten) in Seattle die Tour begann, regnete es zum letzten mal für die nächsten Wochen. Die Tour führte entlang der Küste nach Bremerton und mit der ältesten Fähre von Washington State über die Bucht von Seattle in den Kitsap Memorial Park. Ich fuhr in den Shadow Mountains, vobei am Crescent Lake, zu den Magma Falls im Olympic Nat. Park. An der Ruby Beach sah ich einige Seesterne und viele angeschwem-mte Baumstämme. Auf dem Weg um den Quinauld Lake brach mir der Rahmen meines Mountainbikes, an dem Rohr, daß vom Vorderrad zum Tretlager führt. Ich wickelte meine Wäscheleine vom Lenkerrohr um das Tretlager und benutzte einen Zelthering, um die Leine zu spannen (siehe Foto). So konnte ich auf gerader Strecke weiterfahren, aber wenn es
Bergauf ging, zog sich der Rahmen wieder auseinander. Im nächst größeren Ort, in Aberdeen, fand ich keinen neuen Rahmen, aber es gab eine Firma, die in der Lage war mir den Rahmen zu schweißen. Es wurde ein Rohr über die gebrochene Stelle geschoben und ange-schweißt (siehe Foto oben). Als ich dann die Tour fortsetzte, war ich mir bewußt, das jeder Tag der letzte Tag dieser Tour sein konnte, und so habe ich die Tage besonders genießen
können. Der Rahmen hat die restlichen 7500 km gehalten, und er tut es noch Heute.Die nächsten Wochen entlang der Westküste auf dem Highway 101 habe ich jeden Abend den Sonnenuntergang am Strand bei einem Lagerfeuer (auf dem Maiskolben und Kartoffeln zu-bereitet wurden) und den klaren Sternenhimmel genießen können. Nach-dem ich auf diese weise die Staaten Washington, Oregon und ein teil von Californien (bis Ferndale, Victorian Style Town) durchquert hatte (entlang der Küste gibt es viele State Parks, auf denen es Hiker & Biker Zelt-plätze für 4-6 Dollar gibt), fuhr ich in das Landesinnere zum Lassen Volcanic Nat. Park und zum Lake Tahoe. Dann ging die Reise um den Mono Lake, wo ich Tuff-Gestein-Skulpturen und viele kleine salzfressende Fliegen sah.Eine Parkrangerin erzählte mir nun, daß auf dem Weg durch Nevada eine "very isoladet Area" auf mich wartet.
Sie sollte recht behalten, dann die Orte auf der Landkarte stellten sich als Ghost-towns und verlassene Minen heraus. Die Fahrt durch Nevada war eine Grenzerfahrung, da es von Berg zu Berg (auf denen die Temperaturen um 25 Grad waren) in langen Steigungen hinaufging und dann in die Täler wo es bis zu 35 Grad heiß war wieder hinabführte (und das bei Gegenwind).

Vorbei an der Area 51, Tonopah, Ely auf der " loneliest Road in Amerika" fuhr ich in den Great Basin Nat. Park. Dort wachsen auf über 10 000 Feet tausend jahre alte Bäume im Bristolcone Forest. Ich bin dem Gletscher im Vulkankrater auf einer Wanderung sehr nahe gekommen. Von Baker ging es weiter nach Utah. Wo ich, vorbei am Brian Head Skygebiet, den höchst gelegenen Punkt dieser Tour im Cedar Breaks State Park mit 3140 Metern erreichte (siehe Foto links).
Über die staubige Kolob Terrace Road und Virgin Town fuhr ich in den Zion Nat. Park. Hier schaute ich mir Big Bent, the Grotto und Weeping Rock an.
Dann führte mein Weg über die Coral Pink Sand Dunes, Moquai Cave und Fredonia in die Pinienwälder, bergauf zum Grand Canyon.


Am North Rim kostete der Zeltplatz für Radfahrer und Wanderer Vier Dollar pro Tag und ist direkt an der Abbruchkante des Grand Canyons. Es ist der beste Platz um den Sonnen-untergang zu sehen.
Auf dem Cape Royal Scienic Drive fuhr ich zum Angel`s Window (eine Steinbrücke), dem Wallhalla Overlook und zum Mt. Hayden. Auf dem Cliff Spring Trail wanderte ich zu den Hanging Gardens in den Grand Canyon. Den Nachmittag verbrachte ich auf dem Bright Angel Trail am Canyon Rim und beobachtete das beeindruckende Spiel von Sonne, Wolken und Regen.
Die Reise ging weiter durch Arizona an den Vermillion Cliffs entlang zum Colorado River. Sie führte mich vorbei an Lee`s Ferry

(historische Furt über den Colorado), Page und dem Glenn Canyon Damm (der den Colorado River zum Lake Powell aufstaut), an den Paria River. Dort begab ich mich anhand von Fotos, die mir in einer kleinen Blockhütte gezeigt wurden, auf die Suche nach der Gesteinsformation "The Wave" (siehe Foto oben). Nach einem Fußmarsch von 2.4 Meilen, bei dem der Weg das Ziel ist (weil die Natur eine so unglaubliche Landschaft geschaffen hat), erreichte ich diese Steinwelle an der Grenze von Utah und Arizona.
Auf der Cottenwood Road ging es, durch eine Mondlandschaft, auf einer Sandpiste die an einigen stellen durch den Regen in der Nacht matschig war, zum Grosvenor Arch und dem Kodachrom Basin State Park. An der Grand Parade und Tropic vorbei machte ich einen Abstecher in den Brycs Canyon. In der Mossy Cove sah ich Hoodoos, einen Wasserfall und einige Arches.
Durch den Desolated Canyon fuhr ich auf der Hole in the Rock Road zum Devil`s Garden. Hier hat die Natur Nanas (Nicki läst grüßen) aus dem Sandstein geformt. Besonders schön fand ich den Sublime Arch in den Chaotic Canyons der Cayote Gulch. In den Escalante Canyons wanderte ich zu dem Wasserfall von Calf Creek. An Boulder vorbei, über die Berge nach Torry, führte die Straße in den Capital Reef Nat. Park. Dort befinden sich Obst-plantagen die von den Mormonen vor ca. 100 Jahren angelegt wurden.
Von Hanksville fuhr ich in den Goblin Valley State Park (siehe Foto oben). An diesem Tag schlug das Wetter besondere Kapriolen. Als ich im Valley ankam, waren 30 Grad bei klarem Himmel und strahlemden Sonnen-schein, dann bewölkte es sich sehr schnell, starker orkanartiger Wind kam auf, Blitze zuckten am Himmel und es fing erst heftig an zu Hageln, und dann regnete es. In kürzester Zeit entstanden Sturzfluten die ins Tal flossen. Dann wurde es Windstill, um 2 Minuten später aus der entgegen-gesetzten Richtung wieder genau so zu stürmen wie vorher. Die gefühlte Temperatur betrug nun nur noch weniger als 10 Grad.


Da es in der Nacht noch mehr geregnet hatte war die Sandpiste zur Grand Gallery nicht befahrbar. So änderte ich meinen Plan und fuhr nach Green River. Am Green River sah ich einen Ausbruch vom Crystal Geysire. Die Eruption ist ca. 6-8 Meter hoch, und das Wasser dieses kaltwasser Geysires fließt über Sinterterassen (siehe Foto unten links) direkt in den Green River. Die Tour ging über die Nationalparks rund um Moab weiter und hatte ihren nächsten Höhepunkt im Canyonlands Nat. Park. Nachdem ich fast 25 km bergauf gefahren war, hatte ich vom Dead Horse Point (siehe Foto oben links) eine schöne Aussicht auf den Colorado River. Highlights im Park sind: Mesa Arch, Washboard Woman, Grand View und Green River Overlook.
Die Natur hat um Moab unglaubliche Landschaften aus Sandstein geschaffen. Über den Shafer Trail, dem White Rim Trail und der Potash Road fuhr ich nach Moab.


Der nächste Höhepunkt wartete für mich im Arches Nat.Park. Um am ende des Parks zum Skyline Arch und Double O-Arch zu wandern, fuhr ich auf der Park Avenue an grandiosen Gesteinsforma-tionen vorbei. Die haben Namen wie:Three Gossips, Sheep Rock, Balance Rock und Fiere Furnance. Am nächsten Morgen fuhr ich zurück, und konnte mir diese Landschaft in der Morgensonne an-schauen. Nach einer Wanderung zum Delicate Arch (siehe Foto oben rechts), fuhr ich in die Window Section. Dort gibt es die Elefant Parade, Double Arch, Garden of Eden und North- & South Window zu sehen. Zurück in Moab machte ich eine Rundfahrt zu den Felsmalereien in der Umgebung.



Da seit 5 Tagen die Sonne schien und es jeden Tag ca. 35-40 Grad heiß war, wollte ich nun die Sandpiste zur Grand Gallery ausprobieren. Um die Grand Gallery zu erreichen mußte ich über 80 km eine "unpaved Road" fahren, um dann in einen Canyon hinabzusteigen und im sandigen Flußbett nach 4 km vor den größten Wandmalereien auf der nördlichen Halbkugel zu stehen (siehe Foto oben links). Ich hatte mir 16 Liter Wasser mitgenommen, weil ich erst am nächsten Tag abends wieder die Gelegenheit hatte etwas zu Trinken zu kaufen. Da es an diesem Tag wieder bis zu 40 Grad heiß wurde, und die "ROAD" auf den letzten 2 Meilen einem Sandkasten glich (was bedeutete das ich das Fahrrad inklusive 35 kg Gepäck durch den Sand schieben durfte), hatte ich, nachdem ich die 8 km in den Canyon zur Grand Gallery und zurück gewandert war, um 20 Uhr, noch 1 Liter Wasser übrig. Daher betrachtete ich es als echten Glücksfall, das in der Nacht zwei Canadier kamen, um sich den Canyon anzuschauen. Denn so bekam ich 4 Liter Wasser für den Weg, zurück aus der Wüste, in die Zivilation.


Über Hite am Lake Powell (schöner Platz in den Felsen zum Zelten und Baden) fuhr ich zum Natural Bridges Nat. Monument. Durch die Grand Gulch Primitiv Area ging es weiter zum Muley Point (klasse Aussicht auf des Valley of the Gods) und in den Goosenecks State Park (siehe Foto oben links). Ich radelte über Mexican Head in das Monument Valley, auf dem sandigen 17 Meilen Rund-kurs erscließt sich die ganze Schönheit dieser Landschaft.
Danach fuhr ich zu den Ruinen des Navajo und des Wupatki Nat.Monuments (wo mir eine Tarantel den Platz zum Zelten streitig machte). Durch Flagstaff ging es zum Oak Creek Overlook und nach Sedona.
Nachdem ich im Tonto Bridge State Park war, fuhr ich einige Serpentinen mit 14 % Steigung, die eine Meile aus dem Tal führte, um über Heber in den Petrified Forest Nat. Park zu fahren. Versteinerte große Baumstämme gibt es auf dem Giant Log Trail zu sehen. Einige Pronhorn Antelopen und viele Langohren begegneten mir in der Blue Mesa Tafelebene. Von hier hat man einen guten Blick auf das Painted Desert.
Über White Ruin im Navajo Reservat fuhr ich in den Canyon de Chelly um mir den Tsegi Overlook, Spider Rock und die Massacre Ruin anzuschauen. Auf dem North Rim Road fuhr ich um den Canyon nach Window Rock und in den Salt River Canyon zur Apache Indian Reservation. Von dort fuhr ich auf dem alten Apache Trail (siehe Foto oben rechts) entland am Salt River nach Phoenix. Auf diesem Trail sind die Apachen damals ,vor der Armee, in den Sierra Ancha Mountains geflohen.
   
Infos unter E-mail: andreas.fassbender@gmx.net