Auf alten Bahntrassen durch Spanien

Malaga - Via Verdes - Malaga

In Malaga angekommen baute ich alles zusammen, verstecke den Karton an einer Baustelle am Flughafen und fuhr bei leichtem Nieselregen nach Churriana. Gegen 19 Uhr 30 wurde es dunkel und ich baute mein Zelt nahe des Ortes auf einer Anhöhe auf. Am nächsten Morgen fuhr ich über Coin, Alozaine und El Burgo nach Ronda in die Berge. Am Nachmittag kommt die Sonne hinter den Wolken hervor und es wird warm.
Der Ride macht viel Spaß, klasse Ausblicke auf die Berglandschaft. In Ronda ist mir dann zu viel los und ich fahre nach Süden bis ich nach ca. 10 km einen Platz zum zelten nahe einer Quelle finde.
Am folgenden Tag fuhr ich auf einer sehr schönen Strecke mit vielen Aussichtpunkten durch die Berge. Am Ende dieser Bergtour hatte ich dann einen Blick auf Gibralta.
 
Hinter Los Barilles verließ ich die asphaltierte Straße und folgte einem Feldweg, vorbei an Baumwoll- feldern, zum Puerto de Ojen. Dort habe ich im Tal, von Bergen umgeben mein Zelt aufgebaut. Bei Zahara kam ich an den Atlantik und fuhr entlang der Küste über Barbarte nach Conil. Auf dieser Strecke gibt es einige Zeltplätze und Unterkünfte. Zwischen Cadiz und Jerez de la Frontera radelte ich nach Sanlucar, an die Mündung des Rio Guadalquivir.
Vorbei an großen Salinen fuhr ich entlang des Rio auf schmalen Schotterpisten bis kurz vor Sevilla. Bei Coria del Rio gibt es die einzige Fähre über den Fuß. Dort wurde der Verkehr auch zum ersten Mal etwas dichter.
Bei Aznalcasar bog ich von der Hauptstraße auf einen Camino Verde ab. Dort fand ich nahe am Fluß einen guten Zeltplatz unter einem großem Baum. Als ich dann bei Pilas nach Süden fuhr, war ich wieder fast allein auf der Straße. Durch weite Pinienwälder fuhr nach nach El Rocio. Dieser Ort sieht wie eine Stadt nahe der Grenze zwischen den USA und Mexico aus. Bei Matalascanas sah ich wieder den Atlantik. Im Park
 
Natural de Donana gibt es viele Pinien, Sand und Campingplätze. Über Mazagon fuhr ich nach San Juan und dort fand ich die Via Verde, Camino del Valverde. Die alte Bahntrasse führt leicht bergauf nach Norden. Die Trasse ist mit Schotter belegt, lässt sich bis kurz vor Zalamea gut fahren, in den Bergen wurde es dann holpriger und matschiger. Ich habe die Via Verde in Zalamea verlassen und bin über
Cabezas Rubias nach Safara in Portugal gefahren. Abends erreichte ich Mourao mit der gut erhaltenen Festung und schöner kleiner Altstadt. Kurz hinter Mourao beim Barrangem de Alqueva fand ich einem schönen Zeltplatz. Bei wenig Verkehr radelte ich durch Portugal. Über Alondroal nach Elvas mit schöner Burg und größerer Altstadt und über Santa Eulalia zum Barrangem de Caja. Dort fand ich wieder einen schönen Platz zum zelten und konnte wieder ein Bad im Stausee nehmen.
Weiter im zick zack Kurs durch Campo Maior und Arronches folgte ich an der portugiesisch spanischen Grenze bei Hortas de Baixo einem Handgemalten
 
Schild das auf Pinturas Rupestes hinweist. Am ende der Strecke sehe ich einige verwitterte Wand- malereien. Wieder in Spanien bewölkte es sich immer mehr, aber ich fand keine Unterkunft.
Dafür finde ich einen schönen Platz zum zelten auf einer Brücke über dem Rio Sabor.
Am nächsten Tag treffe ich beim Embalse de Alcantara auf die Ruta de la Plata. Ich hatte mich auf viel
Verkehr und eine schmale Straße eingestellt, und stellte fest, das hier kein Auto fuhr. Ich war allein auf der Ruta. Es gibt nun eine neue Autopista, die ab und zu in Sichtweite kommt, auf der viel Verkehr ist. Ich genieße die ruhige Tour auf der Ruta und fahre bis 30 km vor Salamanca. Dort biege ich nach Osten ab. Meine erste Nacht, nach 11 Nächten im Zelt, in einer Pension, ist in Alba de Tomes in der Pensao de America. In Penaranda finde ich einen gut bestückten Bike Laden und kann Kette, Casette und Ritzel vorn austauschen. Danach fahre ich durch ein sandiges Tal mit großen Pinien- wäldern über Madrigal und Azevela zum Castille de Coca. Mein Zelt baue ich in dieser Nacht im Pinienwald während eines schönen Sonnenunterganges auf.
 
An der Laguna Navahomos, dem Parque Natural del Rio Duraton und an großen Sonnenblumenfeldern vorbei fuhr ich zurück in die Berge. Ab Riaza geht es steil Bergauf in die Tierra de Ayllon. Entlang es Rio Salado, einen Salzwasserfluß, an dem in Salinen das Salz gewonnen wird fuhr ich nach Molina die Aragon um Ort die Festung zu besichtigen. Von dort ging es wieder in die Berge, um bei Ojos Negros auf eine Via Verde zu fahren. Die Via Verde Ojos Negros führt ins Tal bei Santa Eulalia (Hotel) und geht bei der Estacion Central y Minera über die Autopista und dann in die Berge. Die Bahntrasse ist meist Asphaltiert, geht über Viaducte und durch einige Tunnel durch die roten Berge. Da hatte ich schon das Gefühl als würde ich auf dem Colorado Plateau radeln. Meine Verpflegung wurde knapp, aber ich fand keinen Weg nach Teruel. Deshalb verlasse ich die Via Verde und fahre weiter...........................................................................................................................................................weiter ........................weiter mit mehr Reisebericht und vielen Fotos im Buch.